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Trainer-Mission wird eine Herkulesaufgabe

Er hat den wohl schwierigsten Trainerjob der Fußballregion: das Himmelfahrtskommando Demminer SV 91. Thomas Beese soll die Landesklasse-Fußballer vor dem totalen Absturz bewahren. Wie das Kunststück Klassenerhalt  gelingen soll, verriet er Florian Ferber.

DSV-Trainer Thomas Beese.
Florian Ferber DSV-Trainer Thomas Beese.

Wie würden Sie die aktuelle Lage des Demminer SV beurteilen?

Die Tabelle lügt nicht. Wir sind absolut unten, auf dem letzten Platz, mit fünf Punkten abgeschlagen. Aber ich kann versichern: Ich gehe nicht unvorbereitet in die Rückrunde. Wir im Trainer- und Vorstandsteam haben über die Festtage viel gearbeitet. Es waren sehr stressige Weihnachten. Die Talsohle sollte erreicht sein, sportlich geht es ohnehin nicht tiefer.

Was wurde konkret gearbeitet?

Einmal natürlich mental, dass die Jungs ihre Köpfe wieder freikriegen. Wir müssen und wollen das Vergangene abhaken. Und dann natürlich auch in Bezug auf die personelle Planung für die Vorbereitung und die zweite Halbserie. Es geht darum, ein schlagkräftiges Team zusammenzukriegen.

Apropos Vergangenes abhaken: Lässt sich der letzte Rang so einfach verdrängen oder lähmt die anhaltende Misere nicht ungemein?

Ja, das ist klar. Vor allem die ganz hohen Niederlagen wie das 2:9 gegen Penzlin schlagen rein. Umso wichtiger ist es, dass wir es in der Rückrunde besser machen. Mir war aber klar, als ich das Amt im November antrat, dass wir dafür ein paar Verstärkungen brauchen. Denn mit dem jetzigen Kader ist es schwer, in der Landesklasse zu bestehen.

Warum?

Einmal, weil wir zu wenig Tore schießen. Seit Michi Rehländer weg ist (er spielt in der Landesliga beim SV Traktor Dargun; Anm. d. Red.), fehlt uns vorne ein Killer. Zudem haben wir ein arges Problem in der Defensive. Ist der Gegentreffer drin, hängt sofort der Kopf unten. Deswegen mussten wir tätig werden.

Jetzt mal Butter bei die Fische: Können Sie schon Vollzüge vermelden?

Ich sage keine Namen, die Positionen sind genannt. Fest steht, in der Rückrunde werden neue Spieler auflaufen. Ich möchte das aber noch nicht so publik machen, sondern sie ab dem Trainingsstart in Ruhe in die Mannschaft integrieren. Nach meiner Meinung sind es gestandene Leute, die mir vorne und hinten sofort helfen. Und das Grundgerüst ist ja da, wir haben nicht lauter schlechte Jungs beim DSV. Nur ich muss und werde was verändern, Durchhalteparolen halten uns nicht in der Landesklasse.