Fußball-Verbandsliga:

Bittere Heimpleite für FSV Malchin

Fast überall in der Statistik führend, aber nicht bei den Toren: Die Malchiner Fußballer erleben einen ernüchternden Nachmittag gegen Aufsteiger SV Pastow.

Matthias Netling (l.) und die Malchiner gingen leer aus.
             
Florian Ferber Matthias Netling (l.) und die Malchiner gingen leer aus.  

Am Ende war einer untröstlich. Felix Sugint ärgerte sich selbst über seine Szene aus der 57. Minute am meisten. Nach einer Flanke stand er am langen Pfosten ganz alleine. Das Leder kam in perfekter Höhe auf ihn zu, allerdings auch mit zu wenig Fahrt. Sugint köpfte das Spielgerät über das Tor. Statt des sicheren 1:1 gab es Abstoß für den SV Pastow. Nichts wurde es mit einem Befreiungsschlag. Wieder einmal ging Fußball-Verbandsligist FSV 1919 Malchin leer aus, darf sich aber freuen, da es keine Veränderungen im Tabellenkeller gab.

Eine Analyse des Kicks fiel den 1919ern am Ende schwer. In fast allen Belangen lagen die Platzherren vor dem SV Pastow in der Statistik, nicht aber bei den Toren. Den Willen, bisweilen sogar flinke Kombinationen, konnte man den Rot-Weißen attestieren. Bis in die Nachspielzeit hinein kämpfte der Platzherr, hatte das Mittelfeld unter Kontrolle und auch ein Chancenplus erspielt. Alleine, es stand am Ende die elfte Niederlage der Saison in der schaurigen Bilanz. Damit droht den Malchinern die schlechtestes Hinrunde seiner Verbandsliga-Geschichte.

Lediglich gegen Anker Wismar und den SV Waren 09 blieb der Liganeuling aus Pastow in seinen bisher zwölf Spielen punktlos. Mit dem „Dreier“ in Malchin festigte die Mannschaft von Coach Andreas Seering ihre Position in den Top Fünf der Liga und wird mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Allerdings war der Sieg äußerst schmeichelhaft.

Schiedsrichter sorgt für Unmut

In der 24. Minute nahm Felix Ernst Fahrt auf und wurde von Christian Baumann von den Beinen geholt. Den Elfmeter schoss Abwehrmann Christian Seering und konnte Malchins Keeper Schwarz nicht verladen. Dennoch war der Ball drin. Die besseren Attacken hatten die Platzherren, bei denen Robert Pätzold nach seiner Verletzungspause wieder als Taktiker aktiv war. Pätzold hatte selbst in der 53. Minute eine dicke Chance zum Ausgleich. Wie Nico Libnow, Felix Rümker und Hannes Jähnke zuvor blieb sein Versuch aber erfolglos.

Für einigen Unmut sorgte dagegen Referee Toni Schwager. Als Tom Rzeszutek gleich von zwei Pastowern auf den harten Kunstrasenplatz geschickt worden war, gab es keinen Ermessenspielraum. Ein Elfmeterpfiff wäre angebracht gewesen. So wurde die letzten halbe Stunde hektisch. Pastow nahm mit allen Mitteln Fahrt aus der Partie und kam dabei oft zu Freistößen. Die Malchiner ihrerseits haderten mit dem Schicksal und den Entscheidungen des Unparteiischen. Der Spielfluss litt gehörig. Doch die letzte Aktion hätte die hektische Schlussphase entkrampfen können. Hannes Jähnke kam sieben Meter vor dem Tor frei zum Schuss. Drüber. Er ärgerte sich in der Kabine gemeinsam mit Felix Sugint.

Am Sonnabend können es beide erneut versuchen. Mit dem VFC Anklam hat der FSV wieder einen Brocken vor der Brust.

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