Verbandsliga:

Brisantes Fußball-Derby in Malchin

Ausgebuffter Spitzenreiter trifft engagiertes Kellerkind: Im Verbandsliga-Duell zwischen den Kickern aus Malchin und Waren gibt es für die 250 Zuschauer einiges zu sehen.

Man musste nicht lange suchen oder warten, um zu erkennen, wer am 9. Spieltag der Fußball-Verbandsliga an der Spitze weilt und wer im miefigen Tabellenkeller herumstochert. Nicht mal eine Minute war die Partie FSV 1919 Malchin gegen den SV Waren 09 alt, alles war erzählt. Scheinbar. Denn der FSV bekam die Kurve, hielt am Ende bis zur 75. Minute das von 250 Zuschauern gebannt verfolgte Derby offen, unterlag am Ende aber 1:4 (1:2).

Ausgebufft wie ein Spitzenreiter spulte der SV Waren 09 am Sonnabend sein Pensum in Malchin herunter. Wenn beim Malchiner FSV jemand einer Verdienstmedaille würdig war, dann Patrick Gieseler. Der Linksfuss verletzte sich beim Warmmachen, musste dann aber auf die Zähne beißen, schlichtweg weil den 1919ern derzeit einfach personelle Alternativen fehlen. So warb Vorstandsmitglied Roland Dreher nach dem Abpfiff um Verständnis. Immerhin war der Spitzenreiter zu Gast und der musste sich 73 Minuten strecken. Ausnahme war hier die Startminute. Die alles auf den Punkt brachte. Malchin hatte den Ball, gab ihn aber emotionslos wieder ab. Die Abwehr war düpiert und Warens Goalgetter Tobias Täge frei aus sechs Metern ohne fordernde Bravourleistung.

Der Führung folgten packende 45 Minuten. Auch weil Hannes Jähnke in der 4. Minute Kopfball-Qualitäten nachwies und das 1:1 markierte. Fortan war Malchins Abwehr passabel, das Mittelfeld eifrig und der Angriff lauffreudig. Plagens per Kopfball knapp vorbei und Jähnke sorgten für Gefahr. So konnte es weitergehen. Sollte es auch, mit einer einzigen Unterbrechung. Nico Schwerin bediente zehn Meter vor der Mittellinie Täge, der wiederum Koop in der Mitte fand. Das 1:2 aus der 25. Minute war ein netter Spielzug, bei dem man keine Malchiner Gegenwehr erkennen konnte.

Trotzdem hatten die Rot-Weißen Gefallen an dem Derby. Rümker und Jähnke hatten die Chancen zum 2:2, während Keeper Steven Schwartz Täge den Schneid abkaufte. Doch der rächte sich, als die 1919er den Ball nicht aus der Gefahrenzone donnerten, beim 1:3 (73.). Stefan Haase sorgte für Lehrgeld bei Schlussman Schwartz, als dieser aus spitzem Winkel einen harmlosen Schussversuch absetzte. Der Ball landete im Netz (75.) zum 1:4.