Fußball-Verbandsliga:

Malchiner "Reste-Elf" vor Härtetest

Den nächsten Hochkaräter vor der Brust und kaum noch einen Mann zur Verfügung: Die Fahrt der FSV-Fußballer zum FC Mecklenburg Schwerin am Sonnabend steht unter suboptimalen Vorzeichen.

Malchins Felix Sugint (r.) in Aktion.
Florian Ferber Malchins Felix Sugint (r.) in Aktion.

Vier Auswärtsspiele hat Fußball-Verbandsligist FSV 1919 Malchin in dieser Saison bisher bestritten. 23 Mal musste der FSV dabei den Ball aus dem eigenen Netz holen. Knapp sechs Gegentore pro Spiel im Schnitt sprechen eine eindeutige Sprache. Nun geht es am Sonnabend (Anstoß 13 Uhr im Lambrechtsgrund) zum FC Mecklenburg Schwerin, dem nächsten Hochkaräter der Liga.

Eigentlich logisch, dass die Rot-Weißen bei dieser Gegentorbilanz ein gänzlich nacktes Punktekonto auf fremden Plätzen vorweisen. Ein dickes Stoppzeichen muss da gesetzt werden. Ob dass schon bei der Reise nach Westmecklenburg klappt, bleibt abzuwarten. Für viele Insider ist der FC Mecklenburg Schwerin ein Geheimfavorit in der Liga, dem der Sprung unter die Top Drei zugetraut werden muss. Personell enorm verändert, lassen die Landeshauptstädter den Fußball auf einem neuen Level erleben.Mit Christopher Schmandt, David Laudahn und Enrico Karg verpflichtete der Club etablierte Verbandsliga-Spitzenkräfte. Das temporeiche Trio mit überragenden Dribblingqualitäten führt die Offensive an.

Von solcher Personalvielfalt kann der Tabellenvorletzte von der Peene nur träumen. Mit Patrick Gieseler und wohl auch Hannes Jähnke werden zwei weitere Spieler verletzungsbedingt ausfallen. Der FSV-Kader ist über die Schmerzgrenze hinaus erschöpft. Die Spieler, die unter der Woche trainieren konnten, waren eifrig bei der Sache. Ein gutes Zeichen. „Er war noch zu jung fürs Karriere-Ende“, lacht Felix Sugint, wenn er über Malchins vermeintlichen Neuzugang spricht. So richtig neu ist Ramon Spörke gar nicht. Der 18-Jährige stand in der vergangenen Saison im Verbandsligakader, bevor es ihn beruflich aus der Mecklenburger Schweiz zog. Der junge Angreifer wird am Sonnabend zu Malchins Kader hinzustoßen, um die akute Personalmisere bei den Rot-Weißen abzufedern.