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Malchiner Warten aufs Erfolgserlebnis

Dramatischer geht es kaum: Mit einem Strafstoß in der 87. Minute hätte Fußball-Verbandsligist Malchin das Spitzenteam des FC Mecklenburg Schwerin Liga noch mächtig ärgern können.

Für Malchin im Einsatz: Ramo Spörke.
Martin Müller Für Malchin im Einsatz: Ramo Spörke.

„So ist es, wenn man unten steht. Im vergangenen Jahr wären wir nicht als Sieger vom Platz gegangen“, brachte es Schwerins Trainer Ronny Stamer bei der Pressekonferenz auf den Punkt. Seine Elf, der FC Mecklenburg Schwerin, steht oben in der Tabelle der Fußball-Verbandsliga. Den Nachweis konnte die Elf am Sonnabend nicht immer erbringen, nahm gegen den FSV Malchin aber beim 1:0-(1:0)-Sieg die drei Punkte mit.

Es war die zehnte Niederlage in Serie, die der FSV kassierte. Seit August ist die Mannschaft ohne Erfolgserlebnis, war am Sonnabend im Schweriner Lambrechtsgrund aber nur Zentimeter davon entfernt, diese Schreckensfolge zu durchbrechen. In der 87. Minute schien die Malchiner Taktik aufzugehen. Ramon Spörke wurde im Sechzehner gefoult und die 1919er bekamen einen Elfmeter zugesprochen. Und während der Anhang der Rot-Weißen den Ausgleich feierte, sackten einige Spieler auf dem Rasen zusammen. Rümkers Versuch traf die Torstange, was aus der Ferne wie das erlösende 1:1 aussah. Auf dem Rasen aber tat sich nichts. Unlängst registrierten die Kicker, dass der Ball vorbei ging. Stattdessen jubelten die Landeshauptstädter befreiend.

Nach 23 Gegentore in zuletzt vier Spielen präsentierten sich die 1919er, die wiederum auf eine Reihe von Leistungsträgern verzichten mussten, in der Abwehr bissig und gewannen auch mehr und mehr im Mittelfeld ihre Duelle. So bissen sich die Schweriner Asse Schmandt und Laudahn die Zähne aus, kamen im ersten Abschnitt zu keinen klaren Chancen. Dennoch führte der FC Mecklenburg zur Pause. Ein Abstimmungsproblem zwischen Schlussmann Steven Schwartz und Norman Kurth nutzte Schmandt und bediente Michalski.

Im zweiten Teil wurde der frisch eingewechselte Spörke von den Beinen geholt und das am Fünfer der Platzherren. Gepfiffen wurde nicht, ebenso wenig vier Minuten später bei einem Foul in der Malchiner Box. Vollblutstürmer Enrico Karg, nun im Spiel, sorgte für mehr Gefahr als seine Nebenleute zuvor. Der Neuzugang vom FSV Bentwisch scheiterte zunächst an Schwartz, dann an seiner Präzision.

Erst in der Endphase traute sich der Gast aus seiner eigener Hälfte - aber wie. Selbst nach Rümkers Fehlschuss bekam Malchins Andreas Plagens noch eine Freistoßchance. Doch es war klar: Schwerin steht oben, unten in der Tabelle dagegen der FSV.