Landespokal:

Pokal-Aus für Malchiner Kicker

Aufopferungsvoll verteidigende Malchiner ziehen gegen Fußball-Oberligist Torgelower SV Greif im Achtelfinale den Kürzeren.

Die rot gekleideten Malchiner verteidigen gegen Torgelow mit Mann und Maus.
Florian Ferber Die rot gekleideten Malchiner verteidigen gegen Torgelow mit Mann und Maus.

Fast hätte Joker Tony Vreydal seinen Kollegen am Sonnabend eine Extraschicht beschert. Wenige Minuten auf dem Platz, setzte der Neuner von Fußball-Verbandsligist FSV 1919 Malchin kurz vor Abpfiff den Ball an die Querlatte des Gästetores. Ein Alu-Treffer, der aufhorchen ließ unter den 240 Zuschauern. Doch kurz darauf war eine mögliche Sensation passé und Oberligist Torgelower SV Greif ließ sich nach dem 2:1-(0:1)-Erfolg von seinem lautstarken Anhang für das Erreichen des Landespokal-Viertefinals feiern.

Dabei mussten die Greifen auf dem Kunstrasenplatz gegen die in der Liga zuletzt arg gebeutelten Malchiner das erwartet dicke Brett bohren. „Wir haben es genauso schwer erwartet und anderthalb Wochen extra auf Kunstrasen trainiert. Auf diesem sehr engen Platz ist es mit unserer Spielweise schnell über außen schwer“, erklärte Greif-Häuptling Tomasz Grzegorczyk.

So ergab sich in den ersten 45 Minuten ein wenig prickelnder Pokal-Cocktail mit anrennenden, aber recht ideenlosen Gästen und aufopferungsvoll verteidigenden Malchinern. „Wir haben das gespielt, was wir spielen wollten und toll gekämpft. Sicher hatte Torgelow gefühlte 70 Prozent Ballbesitz“, befand FSV-Co Andre Breu.

Dass Ballbesitz indes kein Indikator für Effektivität ist, bewies Nico Libnow, zuvor schon mit einem Schuss gefährlich, in der 44. Minute, als er bei seinem Kopfballtreffer die Greif-Defensive düpierte. „Da waren wir nicht konsequent hinten, das darf nicht passieren“, so Tomasz Grzegorczyk. Und auch sein Torwart, der Ex-Anklamer Maurice Wühn, sprach nach dem Schluss von einem „ärgerlichen Tor“.

Nach dem Seitenwechsel brauchte der Oberligist dann gerade einmal fünf Minuten, um die Partie gegen weiterhin disziplinierte FSVer zu drehen. Zunächst verwertete Kapitän Robert Jager einen Sahnepass von der rechten Seite souverän zum 1:1 (64.). Dann setzte Mateusz Marek Sobolczyk das Leder gekonnt in Seitenlage an Steven Schwartz vorbei in die Malchiner Maschen zum 1:2 (69.) – gleichzeitig der Endstand.

Der ließ auch bei den Verlierern keine Gewitterwolken aufziehen. „Die Jungs haben das ganz stark gemacht, unser Konzept ist aufgegangen“, sagte Robert Pätzold, nach seinem Muskelfaserriss aus dem Punktspiel gegen Friedland noch zwei bis drei Wochen zum Zuschauen verdammt. „Trotz der Niederlage nehmen wir Selbstvertrauen aus der Partie mit für das schwere Heimspiel gegen Waren. Wenn wir da so spielen, werden wir nicht untergehen“, ergänzte Andre Breu.

Sieger-Coach Tomasz Grzegorczyk indes war mit der zweiten Halbzeit seiner Jungs unzufrieden, haderte mit dem nur knappen Vorsprung. „Fußballerisch müssen wir uns verbessern. Wichtig ist, wir sind eine Runde weiter und die Fans waren sehr geduldig und haben uns super unterstützt.“ Und Keeper Maurice Wühn schob gleich noch einen Wunsch fürs Viertelfinale hinterher: „Ich hoffe, wir bekommen nicht Hansa.“

FSV 1919 Malchin: Schwartz; Hewelt, Schudek (85. Vreydal), Kurth, Baumann, Gieseler, Meier (73. Sugint), Rümker, Netling, Libnow, Jähnke

Torgelower SV Greif: Wühn; Dymek, Jager, Lorenz, Jandt, Mista, Sobolczyk, Zabel (60. Kotula), Juszczak (60. Ciolek), Jureczko, Lindner

 

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