Handball-MV-Liga:

Stavenhagener SV ist neben der Spur

In der ersten Hälfte noch auf Augenhöhe, verlieren die Stavenhagener MV-Liga-Handballer in Durchgang zwei den Anschluss an Gastgeber Ribnitzer HV.

Obwohl sie in der Abwehr nicht zaghaft vorgingen, konnten die Reuterstädter eine neuerliche Niederlage nicht verhindern.
KRO Obwohl sie in der Abwehr nicht zaghaft vorgingen, konnten die Reuterstädter eine neuerliche Niederlage nicht verhindern.

Das MV-Liga-Duell gegen den Ribnitzer HV versprach spannend zu werden. Einerseits waren die Stavenhagener Handballer mit viel Selbstvertrauen ausgestattet, hatten sie doch in der vergangenen Saison gegen Ribnitz in beiden Partien voll punkten können. Andererseits blieb abzuwarten, wie sie die Pokalniederlage gegen den HC Empor Rostock II vom vergangenen Wochenende verdaut hatten. Schlecht, wie das Endergebnis von 23:26 (11:11) zeigte.

Das Spiel begann temporeich. Allein gemessen an der Torausbeute verliefen die ersten zwanzig Minuten eher zäh. Stavenhagen begann abwehrstark, ließ aber vorn die Chancen mehrfach liegen. Erst der von Steffen Hüllinghorst verwandelte Siebenmeter in der 10. Minute ließ die Dombdera-Sieben in Führung gehen (3:2). Doch die Freude währte nicht lange. Der überraschend starke Christoph Rasch glich für den Gastgeber aus, ein anschließender verwandelter Strafstoß sorgte für das 4:3.

Den folgenden technischen Fehler der Reuterstädter in einen Konter ummünzend und ein neuerlicher Treffer von Linksaußen sorgten für das 6:3 in der 17. Minute. Doch dann ging ein Ruck durch Gäste, man besann sich und startete durch. Innerhalb von nur drei Minuten schloss Stavenhagen zum 6:7 auf. Nach einer Glanzparade im Reuterstädter Tor legte der RHV-Coach die Time-out-Karte auf den Tisch. Kurz darauf zog der SSV nach. Denny Peters und Tobias Painke zeigten ihr Können und sorgten für das 7:8 (26.). Die folgenden Minuten bis zur Halbzeit gestalteten sich recht ausgeglichen. Der Halbzeitstand von 11:11 versprach auch für die zweite Hälfte der Partie Spannung pur.

Bis zum 13:13 in der 35. Minute blieb dieser Eindruck bestehen. Doch Stavenhagen schien nach wie vor nicht in der Lage, volle Fahrt aufzunehmen und auf Kurs zu bleiben. Unsicherheiten traten auf, Fehler in der Abwehr sowie ein Debakel in der Chancenverwertung: Nichts lief richtig zusammen. Ribnitz witterte die Chance auf den Sieg und setzte sich bis auf 17:13 ab. Das Spiel gestaltete sich auf beiden Seiten offensiver. Und während auch Stavenhagens Torhüter keine Sternstunde erwischt hatten, bewies RHV-Torhüter Jonny Hagen seine Klasse.

Phasenweise lag der RHV bis zu sechs Tore vor dem Stavenhagener SV. Letztendlich blieb den Reuterstädtern nur Ergebniskosmetik. Als Tobias Painke in der letzten Minute einen Siebenmeter verwandelte, feierten die Ribnitzer Fans ihre Mannschaft für den 26:23-Erfolg. Für den SSV von 1863 dürfte es indes schwer werden, frisch gestärkt gegen Bützow anzutreten.

Stavenhagener SV: Pötzsch, Seb. Mann (bd. im Tor); Netzel, Möck, Painke (7/3), Nowatzki (3), Hüllinghorst (3/1), Deutsch (1), Lüthke (3), Masur (2), Peters (4),St. Mann

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