MV-Liga:

Stavenhagener SV verliert Nimbus

Körpersprache mau, Geschlossenheit nicht vorhanden: Die MV-Liga-Handballer des SSV zeigen gegen Warnemünde ein unbekanntes Gesicht.

Beim Kampf um den Sieg wurden harte Bandagen angelegt.
Kati Rockenschuh-Ofcsarik Beim Kampf um den Sieg wurden harte Bandagen angelegt.

Ausgerechnet in heimischer Halle musste der Stavenhagener SV die erst Saisonniederlage in der Handball-MV-Liga hinnehmen. Dabei hatte die Partie gegen den SV Warnemünde hoffnungsvoll begonnen. Zwar gingen die Gäste nach 45 Sekunden durch einen Strafwurf in Führung, aber danach gab es kein Halten mehr. SSV-Kreisläufer Stefan Mann bewies seine Durchsetzungskraft sowohl vom Positionsangriff als auch im erfolgreichen Umsetzen der zweiten Welle. Seine vier Treffer in Folge ließen die ausverkaufte Halle jubeln (4:1/10.Minute).

Doch der Gastgeber konnte den Vorsprung nicht verwalten. Die folgenden Minuten zeigten einen erbitterten Kampf um die Führung, den letztendlich die Gäste in der zwanzigsten Minute gewannen (8:9). Beim 8:10 reagierte SSV-Coach Jörg Dombdera mit einer Auszeit. Die Kurzansprache hatte kurzfristig Erfolg. Doch den Gästen war anzumerken, dass sie angereist waren, um dem Tabellenersten seine bis dato weiße Weste zu entreißen und sie gingen mit einem 14:12-Vorsprung in die Pause.

Beim Gastgeber lief nach dem Seitenwechsel nichts zusammen. Die Abwehr ließ leichte Tore zu und auch die ansonsten starken Torhüter schienen nicht ihren besten Tag erwischt zu haben. Die drohende Niederlage ahnend, gerieten die Gastgeber aus dem Konzept. Angesichts ihrer Körpersprache konnte man meinen, sie hätten sich vorzeitig aufgegeben. Einzelne bäumten sich zwar immer wieder auf, aber die viel gerühmte mannschaftliche Geschlossenheit blieb aus. Unnötige Zwei-Minuten-Strafen schwächten den Stavenhagener SV zusätzlich und ließen die Gäste ihren Vorsprung sicher verwalten und bis zum 24:29 (57.) ausbauen. Nach einer Zeitstrafe für Warnemünde witterten die 1863er. Morgenluft. Innerhalb von zwei Minuten verkürzten sie auf 28:31. Doch die Gäste ließen sich den 34:29-Erfolg nicht mehr nehmen.

Stavenhagener SV: Pötzsch, Seb. Mann (im Tor); Painke (3), Nowatzki (7), Möck, Masur (2), St. Mann (6), Hüllinghorst (5/2), Netzel, Wasmund, Lüthke (2), Peters (2), Deutsch (1)

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