Trainer geht von Bord:

Abschied! Da wird‘s emotional

Er gehe mit einem Lächeln, sagte Jörg Dombdera, scheidender Handball-Coach von MV-Liga-Champion Stavenhagener SV. Klar, dass da beim letzten Saisonspiel gegen Grimmen der Sport in den Hintergrund rückte.

Der Dank der Fans ging an Jörg Dombdera, Michael Blumenau und Willi Bobach.
Kati Rockenschuh-Ofcsarik Der Dank der Fans ging an Jörg Dombdera, Michael Blumenau und Willi Bobach.

Mit dem Meistertitel in der Tasche lässt es sich eigentlich viel befreiter Handball spielen. Noch dazu, wenn man in der heimischen Arena als Könige der MV-Liga empfangen wird. Im letzten Spiel der Saison gegen den HSV 92 Grimmen, das zugleich die letzte Partie unter Coach Jörg Dombdera war, wollte der Stavenhagener SV ein Torfeuerwerk zünden. Doch die Zuschauer, unter ihnen der zukünftige SSV-Männercoach Volker Hähnlein, mussten mit ansehen, wie ihre Mannschaft 26:36 (11:12) sang- und klanglos unterging.

Das tat der Meisterschaftsfeier, die viele Überraschungen bereithielt, aber keinen Abbruch. Egal, ob die Übergabe der Medaillen, der Landesmeistertrikots oder der Meisterschale, man kam aus dem Jubeln nicht mehr raus. Stavenhagen feierte seine Handballhelden.

Gleichzeitig schlich sich Wehmut ein. Immerhin hieß es Abschied nehmen von Torwart-Trainer  Michael Blumenau und Spieler Willi Bobach. Insbesondere aber der Rücktritt von Coach Jörg Dombdera bewegte die Gemüter.

Noch am Tag zuvor hatte Dombdera selbst recht zufrieden gewirkt: „Ich war die letzten fünf Jahre freitags beim Training noch nie so entspannt. Wenn ich heute den Verein, der mir sehr ans Herz gewachsen ist, endgültig verlassen würde, wäre ich traurig. Aber so gehe ich mit einem Lächeln. Ich werde dem Stavenhagener SV weiter erhalten bleiben, als Nachwuchstrainer und als Mitglied der Abteilungsleitung Handball.“

 

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