Fußball-Verbandsliga:

Aufatmen beim FSV Malchin: Auswärtsparty mit Hattrick

Fußball-Verbandsliga: Die FSV-Elf schießt desolate Gastgeber eiskalt ab und beschert dem 1. FCN II eine ungemütliche Winterpause.

Siegreich sind die Malchiner (rote Trikots) vom Gastspiel in Neubrandenburg zurückgekehrt.
Eckard Berndt Siegreich sind die Malchiner (rote Trikots) vom Gastspiel in Neubrandenburg zurückgekehrt.

In der Haut von Wilfried Aepinus hätte am Sonnabend wohl kein Fußball-Trainer stecken wollen. Im letzten Spiel vor der Winterpause in der Fußball-Verbandsliga unterlag der 1. FC Neubrandenburg 04 II auf eigenem Platz gegen einen spielfreudigen FSV 1919 Malchin sang- und klanglos 0:4 (0:2).

Durch diesen Auswärtssieg schoben sich die Malchiner auf den 13. Tabellenplatz, der FCN II überwintert als Fünfzehnter auf einem Abstiegsrang. „Kein Kommentar zu diesem Spiel. Ich könnte in meiner Wut nur die falsche Aussage treffen. Und die würde sich gegen die Mannschaft und dem Verein richten“, tobte Aepinus unmittelbar nach dem Abpfiff. Ruhig und gelassen sein Amtskollege Marcus Budniak. „Wir sind zufrieden, dass wir hier die drei Punkte geholt haben. Damit haben wir unsere Ausgangslage für die Rückrunde verbessert. Wenn ich etwas zu bemängeln habe, war das die Chancenverwertung“, so der Malchiner Coach.

Damit traf Budniak voll ins Schwarze. Denn bis zur 1:0-Führung durch Felix Sugint, dessen Flatterball für FCN-Keeper Robert Holz nicht unhaltbar erschien, versiebte Hannes Jähnke (4., 17., 18.) gleich drei dicke Möglichkeiten. Erneut Jähnke (28.), Nico Libnow (29.) und der Ex-Neubrandenburger Felix Sugint (31.) besaßen im Minutentakt weitere satte Möglichkeiten. Erst jetzt rappelte sich der Club auf. Die beste Chance auf ein Erfolgserlebnis hatte Oliver Köller (42.) auf dem Schlappen. Sein Schuss aus halbrechter Position drosch FSV-Verteidiger Christian Baumann noch von der Linie. Zu diesem Zeitpunkt lag der Hausherr aber schon 0:2 (41.) hinten. Wie aus dem Lehrbuch sorgte Libnow nach Vorarbeit von Toni Schudek und Sugint für die Vorentscheidung.

Die nächste Ohrfeige für den Club gleich mit Wiederbeginn. Bedingt durch den verletzungsbedingten Ausfall des Rumänen Cosmin-Dragos Ion musste FCNII-Schlussmann Robert Holz seinen angestammten Platz für den einzigen Wechselspieler Tobias Boy gezwungener Maßen räumen. Noch gar nicht richtig im Spiel, wurde Boy in der 48. und 54. auch gleich zweimal kalt erwischt. Absender zum 3:0 und 4:0 war wiederum Libnow, der somit seinen Hattrick perfekt machte. Ob gewollt oder nicht, schalteten die Malchiner bei der klaren Führung einen Gang zurück. Dennoch hatten die Gäste auch in ihrer ruhigeren Phase gute Gelegenheiten, das Ergebnis noch höher zuschrauben. Beim Gastgeber dürfte der Abpfiff wie eine Erlösung gewirkt haben. Einziges Fazit: Trotz der immer wieder auftretenden Personalsorgen beim FCN einer der grausigsten Hinrundenauftritte. So wird es verdammt schwer die Liga zu halten.

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