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Derby-Premiere elektrisiert die Massen

Nach Jahren in unterschiedlichen Ligen treffen die Fußballer von Kickers JuS 03 und vom FSV 1919 Malchin am Sonnabend erstmals in einem Landesliga-Pflichtspiel aufeinander - ein Duell, das im gesamten Altkreis Demmin für Gesprächsstoff sorgen dürfte.

Kickers JuS (schwarz-rot) ist am Sonnabend erster Gastgeber im Duell der Landesliga-Neulinge.
Florian Ferber Kickers JuS (schwarz-rot) ist am Sonnabend erster Gastgeber im Duell der Landesliga-Neulinge.

Katzensprung zum Derby: Wenn die Malchiner Landesliga-Fußballer am Sonnabend zum Derby gen Stavenhagen aufbrechen, haben sie ganze 11,2 Kilometer zurückzulegen. "Das ist wirklich gut, dass die Anreise nur zehn Minuten dauert. So guckt sicher auch die eine oder andere Spielerfrau mehr zu", gibt sich Gäste-Trainer Marcus Budniak pragmatisch. Ansonsten gehe es aber, wie in jedem anderen Punktspiel auch, nur um drei Punkte.

Auf Seiten der Gastgeber dagegen lässt das erste Pflichtspiel-Duell zwischen Kickers JuS und dem FSV 1919 Malchin (Anstoß Sonnabend 14 Uhr im Waldstadion) den Puls schon im Vorfeld hochschnellen, wie Coach Sebastian Menzel verrät. "Der Reiz ist natürlich groß. Darauf haben die Jungs lange hingefiebert. Schließlich lagen lange Zeit nur elf Kilometer, aber zwei Ligen zwischen beiden Mannschaften." Dem 36-Jährigen sind Derbys dieser Art aus seiner Neubrandenburger Zeit nicht fremd, als sich Teams wie Chemie, Nordbräu oder Hanse duellierten. Trotzdem müsse man wohl in Stavenhagen geboren sein, um das Besondere dieser Partie zu fühlen. "Ich kriege das mit, kann mich aber nicht so reinfühlen. Ich lasse mich einfach überraschen."

Malchins Übungsleiter Marcus Budniak sieht dem Kick im Waldstadion gelassen entgegen. "Ich kann da keine außergewöhnliche Stimmung in der Kabine feststellen. Die Jungs freuen sich auf jeden Gegner, auch auf Pasewalk und Neubrandenburg." Schließlich biete für Malchin als Verbandsliga-Absteiger jeder Landesliga-Kontrahent Neuland. Am Sonnabend sieht Budniak Kickers JuS unter Zugzwang. "Sie haben zu Hause bisher wenig gerissen. Wir müssen sehen, wie wir aus der Pokalpause kommen und wollen auf jeden Fall ein gutes Spiel machen."