Landesliga-Endspurt:

Dieser Abstiegskampf fesselt alle

Es wurde eine Nervenschlacht bei hochsommerlichen Temperaturen – mit dem besseren Ausgang für den SV Traktor Dargun. Ein Treffer reichte den Gastgebern, um Gegner Kickers JuS 03 auf den vorletzten Tabellenplatz zu befördern.

365 Zuschauer wollten sich den Keller-Knaller zwischen Dargun und Kickers JuS nicht entgehen lassen - kein Vergleich zu sonstigen Heimspielen der Gelb-Blauen.
Florian Ferber 365 Zuschauer wollten sich den Keller-Knaller zwischen Dargun und Kickers JuS nicht entgehen lassen - kein Vergleich zu sonstigen Heimspielen der Gelb-Blauen.

„Das wird schon.“ Am Ende gab es sogar Aufmunterung vom Gegner. Insgesamt aber wohl eher ein schwacher Trost für die Mannschaft und die Verantwortlichen von Kickers JuS 03, die sich nach der 0:1-(0:1)-Niederlage am letzten Landesliga-Spieltag der Saison plötzlich wieder auf dem vorletzten Tabellenplatz wiederfinden. Ob der gleichzeitig den Super-GAU, sprich Abstieg, bedeutet, wird wohl erst am Dienstag verkündet.  „Der Landesverband wird sich am Dienstag zusammensetzen und entscheiden, ob der beste Vorletzte aller Landesliga-Staffeln – das wären wir – drinbleibt. Das hängt damit zusammen, wer alles von der Ober- und Verbandsliga runterkommt“, so Detlef Breu, Fußball-Verantwortlicher fürs erste Team bei Kickers JuS.

Dass die Fußballer aus Stavenhagen und Jürgenstorf nun diese unfreiwillige Hängepartie durchleben, haben sie einem laut Trainer Sebastian Menzel „saft- und kraftlosen Auftritt“ in Dargun zu verdanken. Kein Vergleich zu den jüngsten Duellen etwa in Mirow oder gegen den FCN II. „Gruselig“ und „unterirdisch“ sei die Partie gewesen – also ein typischer Abstiegsgipfel.

In der Tat hätte die Rekordkulisse von 365 (!) Zuschauern am Sonntagnachmittag sicher ein besseres Fußballspiel verdient gehabt. So waren echte Chancen Mangelware, wenn, probierten es die Teams mit Schüssen aus der Distanz – etwa Carlo Nennemann für die Gastgeber oder Paul Kokel für JuS.

Den Treffer des Tages setzte dann Traktors Torjäger Michael Rehländer, der eine Verwirrung im gegnerischen Strafraum ausnutze und den Ball eiskalt versenkte (27.). „Diesmal haben wir ihnen, anders als im Hinspiel, den Schneid abgekauft.Wir haben uns den Scheiß ja selber eingebrockt. Dieses Zittern bis zum letzten Spieltag wünsche ich keinem“, erklärte ein erleichterter Darguner Coach Marko Kroll nach dem Schlusspfiff.

SV Traktor Dargun: Krause; Groth (83. Marcel Werner), Koch, Fanter (90. Schmidt), Biebel, Peter  (77. Franz), Neise, Nennemann, Ricardo Lewerenz, Tommy Lewerenz, Rehländer

Kickers JuS 03: Weyh; Völker (72. Schuster), Olthoff, Mosch, Lüders, Vogt (78. F.-E. Kokel), Nörenberg, Haack, Müller (87. Below), P. Kokel, Schröder

 

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