Trainer-Interview:

Einheit-Coach sieht steigende Tendenz

Trotz der 21:38-Niederlage in Barth wähnt Trainer Sandro Schmitus die Teterower Handballer auf einem guten Weg, wie er im Gespräch mit Florian Ferber verriet.

Sandro Schmitus hat nun bis zum 21. Februar Zeit, seine Jungs wieder auf Kurs zu bringen.
Florian Ferber Sandro Schmitus hat nun bis zum 21. Februar Zeit, seine Jungs wieder auf Kurs zu bringen.

21:38 - das klingt deutlich. War es das auch?

Wir hätten das Spiel auf jeden Fall verloren. Aber die Barther haben sehr aggressiv gespielt und die Schiedsrichter haben einiges durchgehen lassen. Dazu die vielen Zuschauer und die Stimmung in der Halle, da sind die Jüngeren bei uns im Team schnell mal eingeschüchtert. Einer ist immerhin erst 17 Jahre, drei sind 18. Dazu ist einer unser Stammspieler, René Jankowski, verletzt. Diese fehlende Erfahrung macht sich in solchen Partien bemerkbar. 

Mangelnde Erfahrung war auch bei unserem Gespräch im Oktober ein Thema. Hat sich da nichts getan?

Doch. meiner Meinung nach geht die Tendenz nach oben. Klar ist aber, wir befinden uns alle in einem Lernprozess. Das Team verbessert sich, gegen die HSG Uni Rostock (27:28) und gegen Altentreptow (22:23) haben wir nur ganz knapp verloren. Dazu haben wir gegen Waren und in Torgelow gewonnen. Bei Letzterem sind wir nur mit sieben Mann angereist und ich bin selber für zehn Minuten noch mal eingesprungen. Solange hat die Luft gereicht.

Es gab aber auch die 20:38-Packung beim HSV Grimmen 92 II.

Im Pokal haben wir gegen die ordentlich gespielt. Aber in der Liga hatten sie Handballer aus der Ersten, also aus der MV-Liga, dabei. Ich habe mit dem Trainer gesprochen. Da sie nicht aufsteigen dürfen, ist es ihr Ziel, die Saison ungeschlagen zu beenden. Da kann man also durchaus mal unter die Räder kommen. Eines ist aber interessant.

Was?

Ich merke im Training, dass die Jungs die knappen Niederlagen mit einem Tor Unterschied weitaus mehr frustriert als die klaren Klatschen mit zehn Gegentreffern oder mehr. Da merke ich deutlich, Feuer und Ehrgeiz sind da.

Und bei Ihnen?

Natürlich macht mir der Job noch Spaß. In Sachen Führung und Ansprache habe ich auch dazugelernt. Wenn ich früher noch lange hin und her überlegt habe, kann ich heute schneller eine Entscheidung treffen. Wir wollten irgendwo zwischen Platz sechs und acht einlaufen. Im Moment sind wir Achter und ich denke, den einen anderen werden wir am Saisonende abgehängt haben.