Reuterpokal:

Favoritensiege beim Reuterpokal

Packenden Handballsport erleben die zeitweise 200 Zuschauer beim Reuterpokal in Stavenhagen. Gastgeber SSV muss den Ostsee-Spree-Ligisten aus Neubrandenburg und Loitz den Vortritt lassen.  

Stavenhagens David Masur (am Ball) gegen die Loitzer Übermacht. Teamkollege Tobias Painke beobachtet die Szene.
Florian Ferber Stavenhagens David Masur (am Ball) gegen die Loitzer Übermacht. Teamkollege Tobias Painke beobachtet die Szene.

Am Ende war es ein Duell der Großen. Die beiden Ostsee-Spree-Ligisten HSV Peental Loitz und SV Fortuna '50 Neubrandenburg haben sich einen packenden Handball-Krimi um den Reuterpokal in Stavenhagen geliefert, den die Viertorestädter dank der besseren Chancenverwertung knapp mit 15:13 (8:8) für sich entschieden. Gastgeber und Titelverteidiger Stavenhagener SV aus der MV-Liga sicherte sich nach dem 14:14 im finalen, heiß umkämpften Match gegen Verbandsligist Güstrower HV dank des besseren Torverhältnisses den dritten Platz. Im Damen-Turnier holte sich die erste Mannschaft des SSV nach einem 11:8 gegen den SV Crivitz die Trophäe.

Trotz zweier Niederlagen gegen die höherklassigen Favoriten aus Neubrandenburg (9:18) und Loitz (13:18) sieht Stavenhagens Trainer Jörg Dombdera sein Team zwei Wochen vor dem Punktspielstart in der MV-Liga auf einem guten Weg. „Wir hatten drei Ziele: Eine Sechs-Null-Abwehr präsentieren, Tempospiel aus jeder Phase heraus und geschlossen als Team auftreten. Da ist uns gelungen und das sind auch genau die Inhalte, die wir seit Wochen trainieren.“

Während Dombdera seinen kleinen Kader gezielt einsetzte, nutzten seine Kollegen den Reuterpokal teilweise als Experimentierfeld. Christian Genuttis zum Beispiel, Coach des HSV Peental Loitz, bastelt noch an der richtigen Formation für den Punktspielstart in die Ostsee-Spree-Liga. „Wir kämpfen uns durch eine schlechte Vorbereitung und wollen hier beim Turnier unseren Trainingsrückstand aufholen“, erklärte Genuttis.

Ähnlich die Lage bei Liga-Kontrahent SV Fortuna '50 Neubrandenburg. Deren Übungsleiter Helmut Wilk ist ebenfalls nicht sorgenfrei. „Mit dem Stand der Vorbereitung bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Es ist aber kein Geheimnis, dass unser Kader zu klein ist. Da mache ich mir Sorgen im Hinblick auf die neue Saison mit so wenig Spielern auskommen zu müssen“, sagte Wilk. Immerhin: Ein Neuzugang gab mit Torben Ehlers seine Visitenkarte auf dem Stavenhagener Parkett ab und wurde zum besten Akteur gewählt.

Die Damen des SSV indes traten aufgrund zweier Absagen mit einer Ersten und einer Zweiten an. „Wir haben einfach eine Mannschaft aus Ehemaligen und A-Juniorinnen gebildet“, erklärte Coach Oliver Wickel, der so zwei Teams im Rennen hatte.

Ergebnisse:

Frauen: Stavenhagener SV I-SG Bützow/Güstrow 13:7, SV Crivitz-Stavenhagener SV II 14:6, SG Bützow/Güstrow-SV Crivitz 13:13, Stavenhagener SV II-Stavenhagener SV I 5:20, SG Bützow/Güstrow-Stavenhagener SV II 12:6

Herren: Güstrower HV-HSV Peenetal Loitz 14:26, SV Fortuna '50-Güstrower HV 20:7

Auszeichnungen: Bester Spieler: Torben Ehlers (Fortuna), beste Spielerin: Fanny Bechert (SSV I), bester Torwart: Philip Hoefs (Fortuna), beste Torhüterin: Antje Herzberg (SSV I)

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