Spektakel in Stavenhagen:

Final Four wird zur großen Handball-Party

Auch wenn das Double verpasst wurde, erlebte Stavenhagen einen packenden Kampf um die Pokal-Krone des Landes.

"Hier regiert der SSV!": Stimmungsmäßig macht den Handballfans aus Stavenhagen keiner etwas vor.
Kati Rockenschuh-Ofcsarik "Hier regiert der SSV!": Stimmungsmäßig macht den Handballfans aus Stavenhagen keiner etwas vor.

Fast wäre es perfekt gewesen, das Stavenhagener Handball-Märchen. Eine Woche nach dem Meistertitel in der MV-Liga verpassten die Reuterstädter am Sonntagabend nach einem mitreißenden Finale nur um Haaresbreite den Sieg im Landespokal-Finale. Gegen den SV Mecklenburg Schwerin II zog das Team von Trainer Jörg Dombdera mit 27:28 den Kürzeren. Der Sieg der Gäste war letztlich verdient, war man sich im SSV-Vorstand einig. Ebenso wie in der Feststellung, dass die Schiedsrichter mit der Leitung des Endspiels überfordert waren.

Trotzdem: Der Stavenhagener SV präsentierte sich als würdiger Gastgeber fürs Final Four und machte seinem Ruf als Mekka der Handballverrückten einmal mehr alle Ehre. „Ich bin absolut begeistert von der Veranstaltung, von der Atmosphäre, von der Stimmung und von der Qualität der Spiele. Vor allem hat mir die Leistung der vermeintlich schwächeren Mannschaften imponiert“, brachte es Zuschauer Wilfried Böhme auf den Punkt.

Für die emotionalste Nachricht des Tages sorgte indes SSV-Trainer Jörg Dombdera. Nach dem Motto „Man soll gehen, wenn es am schönsten ist“ kündigte er seinen Rücktritt an. „Ich habe mit der Mannschaft den Meistertitel geholt. Das war immer mein großes Ziel. Nun ist es Zeit für einen neuen Impuls“, erklärte Dombdera.

Bei den Frauen sicherte sich der SV Grün-Weiß Schwerin IV gegen Verbandsliga-Champion SSV Einheit Teterow mit 25:14 die Trophäe.

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