Auf sie ist Verlass:

„Herzi“ – Die starke Frau im Stavenhagener Tor

Sie ist die „Siebenmeter-Killerin“ und der Kopf im Team von Stavenhagens MV-Liga-Handballerinnen: Antje Herzberg. Wer gegen sie im Strafwurf antreten muss, hat meiste schlechte Karten.

Vortreten bitte: Antje Herzberg (grün) ist die Führungsspielerin im Stavenhagener Frauenteam.
Kati Rockenschuh-Ofcsarik Vortreten bitte: Antje Herzberg (grün) ist die Führungsspielerin im Stavenhagener Frauenteam.

Wenn bei den Handballerinnen des Stavenhagener SV irgendjemand das gefürchtete Gegentor in allerletzter Sekunde verhindern kann, dann ist es Antje Herzberg – die Frau mit den kurzen blonden Haaren und der Trikotnummer 16. Die Torhüterin, von den meisten Fans liebevoll „Herzi“ genannt wird, begann mit sechs Jahren mit dem Handball – damals allerdings als Feldspielerin. Schnell wurde klar, das Mädel gehört ins Tor. Und so steht sie seit der D-Jugend im Kasten und gehört längst zu den Besten ihrer Zunft. Das ist in Handballer-Kreisen bekannt und daher findet sich ihr Name in den Listen der renommierten Vereine in Mecklenburg-Vorpommern wieder: HC Empor Rostock, SV Fortuna `50 Neubrandenburg und Rostocker HC.

2011 beschloss sie, nach Stavenhagen zu wechseln. „Ich habe mit dem Leistungshandball in Rostock aufgehört, wollte aber den Sport nicht ganz an den Nagel hängen. Für mich war ganz klar, ich will im Tor bleiben. Ich wollte halt nicht mehr höherklassig spielen und da bot sich der Stavenhagener SV an. Ich kannte die Mannschaft schon und sah im Wechsel eine neue Herausforderung“, erklärt Antje Herzberg.

Sie braucht nicht viele Worte

Bereits ein Jahr später zog sie berufsbedingt in die Reuterstadt. Über diese Entscheidung ist SSV-Trainer Oliver Wickel heute noch heilfroh: „Antje ist seit Jahren der Kopf und der Rettungsanker in unserer Defensive. Ich schätze sie auch in der Mannschaft als eine durch und durch ehrliche Frau. Sie braucht nicht viele Worte, ist aber die absolute Führungspersönlichkeit. So eine Person ist wichtig für jedes Team.“

Genauso wichtig wie eine gute Grundausbildung, und die kann Antje Herzberg auf jeden Fall nachweisen. Mit ihren Paraden erarbeitet sie sich in jeder Partie den Respekt der Gegnerinnen. Viele von ihnen treten nur ungern gegen sie im Strafwurf an, da sie als „Siebenmeter-Killerin“ bekannt ist. Um diese Frau mit dem Herzen für den Handballsport wird Trainer Oliver Wickel beneidet. „Hut ab und Respekt zu dieser tollen Torfrau!“, postete erst neulich Steffen Franke, Trainer von Landesmeister SV Grün-Weiß Schwerin II, nach der Partie in Stavenhagen auf der Facebook-Seite des Vereins.

 

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