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Kickers JuS kämpft sich durch

Gewonnen – und doch nicht gerettet. So ließe sich der letzte Heimauftritt von Kickers JuS 03 gegen den 1. FC Neubrandenburg 04 II in dieser Landesliga-Saison zusammenfassen.

FCN-Kapitän Maximilian Voß (vorne) hat seine liebe Mühe und Not mit Torschütze Fiete Müller.
Florian Ferber FCN-Kapitän Maximilian Voß (vorne) hat seine liebe Mühe und Not mit Torschütze Fiete Müller.

95 Minuten Hochspannung – und fast ein Déjà-vu wie gegen Görmin: Der letzte Heimauftritt von Kickers JuS 03 in dieser Landesliga-Saison war nichts für schwache Nerven. „Ich dachte, ich kriege draußen einen Herzinfarkt“, brachte es Trainer Sebastian Menzel nach einer aufreibenden Partie auf den Punkt, in der Neubrandenburgs Martin Hecht kurz vor Abpfiff fast zum Spielverderber geworden wäre. Aber anders als Görmins Andreas Bahls vor zwei Wochen versemmelte er die riesen Ausgleichschance und bescherte den Gastgebern damit einen immens wichtigen 1:0-(1:0)-Erfolg gegen den 1. FCN II.

Den hatte sich der Aufsteiger vor 85 Zuschauern vor allem mit einem couragierten Auftritt in der ersten Halbzeit verdient. „Einsatz und Wille haben bei uns absolut gestimmt. Neubrandenburg war spielerisch besser und ist ein Wahnsinnstempo gegangen, hatte aber nur eine Großchance am Ende“, so der Vereinsvorsitzende von Kickers JuS, Marco Mielke, der trotz des „Dreiers“ nicht viel schlauer als vorher war, was nun am nächsten Sonntag beim ultimativen Abstiegsgipfel in Dargun rausspringen muss. Mielke: „In den letzten fünf Jahren war es so, dass auch der beste Vorletzte aus den drei Landesliga-Staffeln dringeblieben ist. Aber da nun von ganz oben so viel runter kommt, weiß keiner, wie es am Ende aussieht.“

In Hälfte zwei wird es schwächer

Ohnehin tat sein Team gut daran, die Begegnung gegen den FCN II ohne Rechenspiele im Hinterkopf anzugehen und volle Pulle auf Heimsieg zu spielen. Offenbar beflügelt von der 6:0-Gala aus der Vorwoche in Mirow, setzte JuS dem Gegner, der im Hinspiel noch in unerreichbaren Spähren schien, ordentlich zu und belohnte sich in der 33. Minute durch Fiete Müller per Kopfball mit dem 1:0. „Ich habe in der Kabine gesagt, die ersten 38 Minuten waren top. Nach hinten raus haben wir dann kräftemäßig nachgelassen“, analysierte Kickers-Coach Sebastian Menzel.

Wohl war, in Hälfte zwei blieben die Entlastungsangriffe seiner Elf überschaubar, wobei sich die Neubrandenburger eine optische Überlegenheit erspielten. JuS-Keeper Max Weyh und seine Vorderleute mussten einige brenzlige Situationen überstehen.

Kickers JuS 03: Weyh; Völker, Olthoff, Voß (75. Weber), Lüders, Vogt, Nörenberg, Haack, Müller (73. Schuster), Kokel, Schröder (80. Mosch)