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Seine Fan-Mission: Alarm machen!

Hartmut Klämt ist einer der eifrigsten Anhänger von Handball-MV-Ligist Stavenhagener SV - und dank einer lauten Eigenkreation meist der Dezibel-König.

Stavenhagens Schlachtenbummler Nummer eins, Hartmut Klämt, geht am Spieltag nur in voller Fan-Montur vor die Haustür.
Florian Ferber Stavenhagens Schlachtenbummler Nummer eins, Hartmut Klämt, geht am Spieltag nur in voller Fan-Montur vor die Haustür.

„Die kommen gut, die Dinger.“ Wohl wahr. Wenn Hartmut Klämt seine Fahrradpumpe mit der großen Hupe Marke Eigenbau durchdrückt, dröhnt einem das Trommelfell. Fahne, Trikot und Schal gehören ebenfalls zu seiner Ausrüstung. Schließlich muss man als Fan-Beauftragter mit gutem Beispiel voranschrei(t)en, wenn es darum geht, den eigenen Verein zum Sieg zu brüllen. Und Alarm machen gehört zur Spezialität des 42-Jährigen und der anderen zahlreichen Anhänger von Handball-MV-Ligist Stavenhagener SV.

Selbsternennung oder Berufung? Wohl eine Mischung von beidem hat Hartmut Klämt vor einigen Jahren zu seinem Amt verholfen. „Wir sind immer vom Fußball bei Kickers JuS zum Handball gegangen. Das war recht chaotisch und es hieß vom Verein, sucht euch doch mal einen, mit dem man Dinge absprechen kann.“ Und Klämt, bei nahezu jeder SSV-Partie am Start, stand parat.

Plakate, Kassenrollen-Wurf und Fahnenkorso

Seither hat sich die Fan-Kultur der Stavenhagener stetig entwickelt, von einem Handball-Boom in der Reuterstadt ist viel die Rede. Und Hartmut Klämt ist längst mehr als der Bierholer vom Dienst. Unter anderem gehören das Organisieren der Auswärtsfahrten per Whats App und die Außendarstellung des Klubs zu seinen Aufgaben. Und abends beim Bierchen, so seine Erfahrung, kommen die besten Ideen. Etwa Plakate mit der Kampfansage „Gekommen, um zu siegen!“, das Werfen mit Kassenrollen beim Einlaufen oder ein Fahnenkorso auf der Balustrade in Bützow.

„Beim Spiel in Spornitz gegen die SG Parchim/Matzlow-Garwitz sind wir als Weihnachtsmänner verkleidet aufgelaufen. Unsere Spieler wussten davon nichts und waren total begeistert“, berichtet Hartmut Klämt. Überhaupt: Das Provozieren des Gegners gehört dazu, Anfeuern ohne Gegenwind macht nur halb so viel Spaß.