Handball:

Stavenhagen gelingt der MV-Liga-Start

Zum Auftakt in die neue Saison der höchsten Handball-Spielklasse des Landes stehen sich die alten Rivalen SV Einheit Demmin und Stavenhagener SV gegenüber.

Das MV-Liga-Derby bot etliche packende Zweikämpfe.
             
Florian Ferber Das MV-Liga-Derby bot etliche packende Zweikämpfe.  

„Ich war von der Demminer Kampfkraft überrascht, dass sie das trotz der vielen personellen Veränderungen so gut hinbekommen haben. Ich bin hundert Prozent sicher, dass diese Mannschaft zu Hause nur ganz schwer zu schlagen sein wird.“ Jörg Dombdera, Trainer von MV-Ligist Stavenhagener SV, zollte den geschlagenen Handballern von Gastgeber SV Einheit Demmin mit einem fetten Lob Respekt. Zuvor hatte sein Team das Derby am Sonnabend in der Darguner Sporthalle mit 31:28 (13:10) für sich entschieden und einen gelungenen Auftakt in die neue Saison gefeiert.

Dabei schien es zunächst so, als könne die neu formierte Demminer Sieben unter Coach Peter Ritzrau den großen Favoriten aus der Reuterstadt ärgern. Doch nachdem Tomasz Matoszko, anders als kurz zuvor David Masur auf der Gegenseite, seinen ersten Siebenmeterball an SSV-Keeper Andre Pötzsch vorbei in die Maschen jagte, ahnte niemand, dass dies die einzige Einheit-Führung im Verlauf der 60 Minuten bleiben würde. Doch auch bei den Gästen lief nicht alles rund. „Unsere Nervosität hat man in der ersten Halbzeit bei den vielen Würfen gemerkt, die wir nicht ins Tor bekommen haben“, so Jörg Dombdera. Wobei Rinaldo Lestmann im Einheit-Kasten auch eine Sahnehälfte erwischt hatte und einige starke Paraden zeigte. Das Derby blieb eine enge Kiste – 6:6 (14.), 7:9 (19.), 10:11 (27.) – doch Stavenhagen rettete ein 13:10 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel münzten die Gäste Routine und Cleverness zunehmend in Effektivität vor dem Tor um und legten kontinuierlich vor. „Man hat gemerkt, dass Stavenhagen eingespielter ist. Wir haben uns in einigen Situationen aber auch zu platt angestellt“, resümierte Einheits sportlicher Leiter Günter Krause die Niederlage. Zwischenzeitlich sechs Tore abgehängt (19:25/51.), blieben die Hansestädter dran, zogen aber beim 28:31 mit drei Treffern den Kürzeren Trotzdem wussten die Verantwortlichen dieses Ergebnis einzuordnen. „Wenn man zu Hause spielt, vor vollem Haus, und gleich verliert, ist man natürlich enttäuscht. Aber bei uns haben auch zwei Stammspieler gefehlt und insgesamt macht der Auftritt Mut für mehr“, erklärte Günter Krause.

„Ich bin über weite Strecken sehr zufrieden. Wir haben das gut gelöst. Das erste Spiel ist immer wichtig, um sich frei zu spielen und in die Saison zu kommen. Am Ende einer guten Vorbereitung musst du es eben auch auf die Platte kriegen“, freute sich Stavenhagens Trainer Jörg Dombdera über die ersten beiden Punkte.

SV Einheit Demmin: Lestmann, Doege (bd. im Tor); Hein (3), Kohtz (2), Jan Ritzrau (4), Schmidt (2), Stöwsand (1), Thomas Borchardt (5), Matoszko (6), Toni Borchardt (1), Lemke (1), Schmidt (3)

Stavenhagener SV: Pötzsch, Sebastian Mann (bd. im Tor); Nowatzki (10), Möck, Masur (4), Stefan Mann (3), Andreya, Hüllinghorst (5), Netzel (4), Wasmund, Lüthke (1), Deutsch (4)

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