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Stavenhagener SV verteidigt Spitzenplatz

Fünf Spiele, fünf Siege: Die Bilanz der Stavenhagener MV-Liga-Handballer ist makellos. Beim Schützenfest gegen ersatzgeschwächte Rostocker gelang Andreas Nowatzki ein Tor für die Ewigkeit.

Andreas Nowatzki beim Abwurf zum Jubiläumstor.
Kati Rockenschuh-Ofcsarik Andreas Nowatzki beim Abwurf zum Jubiläumstor.

Beobachter der Aufwärmphase vor der Handball-Partie Stavenhagener SV gegen den HC Empor Rostock II mutmaßten angesichts der dünnen Rostocker Personaldecke, dass es ein einfacher Sieg und damit eine langweilige Partie werden würde. Kenner der Handballszene wissen hingegen um die Brisanz solch scheinbar einfacher Spiele. Stavenhagen überließ nichts dem Zufall und setzte sich bis zur 6. Minute auf 6:1 ab. Die Deckung stand sicher und erschwerte den Gästen den Weg zum Tor. Durchbrachen diese allerdings doch die Abwehrreihe, trafen sie dort auf Stavenhagens Torwart-Giganten André Pötzsch, der mehr als gut aufgelegt war.

In der zwölften Minute erzielte Stavenhagens Andreas Nowatzki einen Treffer der besonderen Art. Der Verein hatte zum 750. Geburtstag Stavenhagens zur Torejagd aufgerufen. Das 750. Tor fiel beim 11:3 und brachte Nowatzki im Anschluss den eigens dafür angefertigten Handballpokal. In der Partie zog indessen der Bruder Schlendrian ein. Wie schon so oft ließ die Konzentration nach, man fühlte sich allzu sicher, Lücken in der Deckung spielten den Gegnern in die Hand, die nicht locker ließen. Trotzdem gingen die Gastgeber mit einem 25:15-Vorsprung in die Kabinen.

Nach der Pause wechselte SSV-Coach Jörg Dombdera munter durch. Die Joker dankten es mit guten Leistungen. Christian Hohenegger behauptete sich im Tor und vereitelte die eine oder andere Torchance der Gäste. Szenenapplaus erhielt Urgestein Oliver Wickel, als er in der 55. Minute eingewechselt wurde. Trotz seines Ausscheidens aus dem aktiven Handballsport hatte er sich vorbehaltlos bereit erklärt, auszuhelfen. Die Reuterstädter spielten die Partie routiniert zu Ende und sicherten sich mit dem 42:29- Sieg den Spitzenplatz in der MV-Liga.

Stavenhagener SV: Pötzsch, Hohenegger (bd. im Tor); Painke (7), Nowatzki (9/3), Möck (1), Bobach (4), Masur (5), Mann (5), Hüllinghorst (1), Netzel, Wickel, Neuendorf, Lüthke (10)