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Stavenhagens Disziplin zahlt sich aus

MV-Liga: Die schwere Hürde in Grimmen haben Stavenhagens Handballer überrascht leicht genommen. Und das trotz weiterhin angespannter Personallage.

Eine Mannschaft, ein Ziel: Der Stavenhagener SV schließt das Jahr 2014 als Tabellenführer der Handball-MV-Liga ab.
Kati Rockenschuh-Ofcsarik Eine Mannschaft, ein Ziel: Der Stavenhagener SV schließt das Jahr 2014 als Tabellenführer der Handball-MV-Liga ab.

Erstmals in dieser Saison sind die Handballer vom Stavenhagener SV nicht als Favoriten ins Rennen um die Punkte in der MV-Liga gegangen. Beim HSV Grimmen stand ihnen der schlagkräftige Drittplatzierte gegenüber. Zudem schleppen die 1863er weiter ihre Personalsorgen mit sich herum, die sich noch verstärkten, sodass man auf den seit längerer Zeit nicht aktiven Lars Hansen zurückgreifen musste.

Die Partie gestaltete sich in den ersten Minuten zu einem offenen Schlagabtausch der Torhüter. Bis zur 10. Minute (3:4) befanden sich die Teams auf Augenhöhe. Schnell wurden jedoch die unterschiedlichen Spielweisen deutlich. Der Gastgeber blieb seiner bekannten Linie treu, kreiselte vor dem Reuterstädter Tor und brachte dadurch im Angriff Tempo in die Partie. Stavenhagen ließ sich indes nicht aus der Ruhe bringen, weder vom Gegner noch von unerwarteten Spielunterbrechungen. So mussten sie durch ein zerrissenes Trikot längere Zeit den Ausfall ihres Aufbauspielers Nowatzki kompensieren. Halbzeitstand aus Gastgebersicht: 10:16.

Die Manndeckung auf SSV-Spielmacher David Masur sollte das Aufbauspiel der Gäste in Halbzeit zwei nachhaltig stören. Aber auch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg. Grimmen geriet immer mehr ins Hintertreffen (14:22/42. Minute). Marvin Lüthke stellte erneut seine Sprintqualitäten unter Beweis, Andreas Nowatzki setzte seine körperlichen und spielerischen Stärken am Kreis geschickt ein und selbst Lars Hansen legte nicht nur durch seine drei Treffer ein großartiges Comeback hin. Der unerwartet deutliche 36:23-Sieg dokumentierte eine grandiose Mannschaftsleistung.

Stavenhagener SV: Pötzsch, Hohenegger (bd. im Tor); Nowatzki (9/2), Bobach (4), Möck, Netzel (1),  Masur (8), Hüllinghorst (2), Hansen (3), Lüthke (9)