Fußball:

Unter die Top 5 das große Ziel

Am Sonntag startet die Kreisoberliga in ein neues Abenteuer. Wir sprachen vor dem Start mit Basdows Trainer Heiko Schröder über die neue Saison und Basedows Ambitionen.

Basedow-Trainer Heiko Schröder.
Marcus Budniak Basedow-Trainer Heiko Schröder.

Die Basedower Erfolgswelle geht weiter. Wie würden Sie die letzte Saison beschreiben?

Man kann sie nur mit grandios beschreiben. Wir hatten mit dem Sieg gegen Zarnekow einen optimalen Start und haben über die gesamte Saison gezeigt dass die Aufstiegssaison keine Eintagsfliege war. Viele haben uns unterschätzt. Wir wurden als Absteiger Nummer 1 gehandelt.

Wie war das Mannschaftsklima innerhalb der Saison?

Gemischt. Der Erfolg weckt Begehrlichkeiten auf mehr. Spieler die nicht so viele Einsatszeiten bekamen waren unzufrieden. Mit Jens Bobzin hat uns einer verlassen. Wir haben nicht immer die richtige Mischung aus Spaß und Ehrgeiz erzielt. Denn auch wenn wir jetzt Kreisoberliga spielen: Es ist immer noch Dorffußball und wir alle ob Spieler, Fans oder Trainer wollen hauptsächlich Spaß haben. Erfolg übertüncht einiges.

Gab es Spieler die im besonderen Maße herausgestochen sind?

David Rieck hat seine mit Abstand beste Saison gespielt. Das konnte er aber nur weil unser Spiel auf ihn zugeschnitten ist und ihm der Rücken freigehalten wird. Lars Hoffmann hat die Abwehr super organisiert.

Gibt es Abgänge? Sind die Abgänge zu verschmerzen? Welcher tut besonders weh?

Jens Bobzin hat uns Richtung TuS Neukalen II verlassen. Er wollte lieber spielen als auf der Bank sitzen. Es schmerzt einen Kameraden zu verlieren. Das tut schon weh. Er hat seit der Jugend für Basedow gespielt. Ob es zu verschmerzen ist werden wir sehen. Er war bei jedem Spiel da. Wir mussten schon ein Testspiel absagen. 9 Ausfälle (4x Arbeit, 4 verletzt) konnten wir nicht kompensieren. Dafür möchte ich mich ausdrücklich beim TuS Neukalen entschuldigen.

Gibt es Zugänge? Sind die Zugänge Verstärkungen? Welcher wird einschlagen?

Leider sind alle Gespräche die wir geführt haben im Sande verlaufen. Zum einen schreckt es Spieler ab in eine funktionierende Gemeinschaft zu wechseln. Zum anderen haben die abgebenden Vereine alle Register gezogen die Spieler zu halten. Dass muss man akzeptieren.

Im Kreis wird kräftig reformiert. Sie waren schon vor Jahren für die nun angestrebten Strukturen. Wie wird sich das auf diese Saison auswirken?

Das ist nur zum Teil richtig. Für alle von uns war es schwierig sich an die neuen Strukturen nach der Kreisgebietsreform zu gewöhnen. Sie wurden von einigen in Frage gestellt. Zum Beispiel die Zusammenlegung der Bezirksligen/Klassen. Man hat das Niveau verschlechtert. Wir sind nach der Kreisgebietsreform der größte Kreis Deutschlands - doppelt so groß wie das Saarland - und haben 2 Kreisoberligen. Was flächenmäßig völlig in Ordnung ist. Letztes Jahr hat man den Fehler begangen und die 2. Kreisklasse abgeschafft. Jetzt ein Jahr danach - zu spät - versucht man es zu begradigen. Der Effekt wird sein die Mannschaften der eingleisigen Kreisoberligen werden weitere Wege fahren, als in der Landesklasse. Das Argument „Wer in der höheren Liga präsent sein will muss längere Wege in Kauf nehmen“ wird ins Absurdum geführt. Die Mannschaften die nicht den Sprung in die Landesklasse schaffen werden sich überlegen, ob man nicht lieber in der Kreisliga weiter spielt, wo die Entfernungen den jetzigen gleich zu setzen sind. Man hätte es bei 2 Kreisoberliga Staffeln belassen sollen. Die Unterstruktur auf 3 Kreisklassen zu setzen halte ich für richtig.

Welche Zielstellung wurde für die neue Saison ausgegeben? Glauben Sie, dass die Zielstellung realistisch ist?

Wir wollen unter die ersten 5 kommen. Dass wollen 13 andere Mannschaften auch. Denn der 6. kann schon der erste Absteiger sein. Schaun wir mal, was wird.

 

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