Im Gespräch:

Wo der Star-Trainer seine Liebste fand

Er hat Box-Weltmeister geformt wie kaum ein anderer. Trotzdem hat Fritz Sdunek die Basis nicht vergessen – wie das Weihnachtsboxturnier in Teterow. Das hat auch mit seiner Frau Carola zu tun, wie er Florian Ferber verriet.

Trainer-Legende Fritz Sdunek (l.) posiert mit der besten Mannschaft des Turniers: Mit sechs Siegen war diesmal die Kampfgemeinschaft Demmin/Altentreptow führend.
Florian Ferber Trainer-Legende Fritz Sdunek (l.) posiert mit der besten Mannschaft des Turniers: Mit sechs Siegen war diesmal die Kampfgemeinschaft Demmin/Altentreptow führend.

Sie sind seit über 40 Jahren im Geschäft, haben sämtliche Arenen der Welt gesehen. Was ist für Sie das Besondere am Teterower Weihnachtsboxturnier, das Sie immer wieder herlockt?

Dass es immer zur gleichen Zeit stattfindet und dass es seit so vielen Jahren immer wieder ehrenamtliche Funktionäre gibt, die das Turnier auf die Beine stellen. Und vor 41 Jahren habe ich hier meine Frau Carola kennengelernt.

Am Ring?

Im Kulturhaus damals. Ich war Trainer an der Sportschule in Güstrow und hier mit jungen Leuten wegen des Weihnachtsboxturniers. Davor habe ich natürlich auch selbst als Aktiver hier geboxt.

Ihre Frau Carola ist in Teterow ja ebenfalls keine Unbekannte.

Ja. Thomas Heldt ist ihr Bruder. Ich habe sein Talent als Segler entdeckt und er ist ja noch heute sehr erfolgreich in der Bootsklasse Pirat.

Zurück zum Boxen: Wie fällt Ihr sportliches Fazit des 44. Weihnachtsturniers aus?

Ich habe alle Kämpfe gesehen, war vom ersten bis zum letzten da. Kämpferisch war es sehr stark, boxerisch hat mir doch ein bisschen gefehlt. Die wollten alle zu viel mit Gewalt machen und boxten zu wenig die Führungshand. Die Mädchen haben mich überzeugt, die boxen teilweise sehr gut. Es waren ein paar gute technische Duelle dabei, aber der Kampf überwog.