Fußball-Oberliga:

Ansturm beim großen Müritz-Derby

Die Malchower Anhänger konnten sich nicht nur über den Sieg ihrer Mannschaft freuen. Auch in Sachen Stimmungsmache waren sie die eindeutigen Sieger des Abends.

Im Gegensatz zu den Warenern hatten die Malchower Fans alles mit dabei: Fahnen, Transparente und lautstarke Stimmen - samt der von Malchows Bürgermeister Joachim Stein -, die ihr Team die gesamte Spielzeit über antrieben.
Jens-Uwe Wegner Im Gegensatz zu den Warenern hatten die Malchower Fans alles mit dabei: Fahnen, Transparente und lautstarke Stimmen - samt der von Malchows Bürgermeister Joachim Stein -, die ihr Team die gesamte Spielzeit über antrieben.

1010 Zuschauer im Warener Müritzstadion boten an und für sich eine große Kulisse beim großen Duell der beiden Fußball-Oberligisten vom SV Waren 09 und vom Malchower SV 09. Man muss schon ein sehr gutes Gedächtnis haben, um sich zu erinnern, wann die Tribünen schon einmal so gut besetzt waren.

Das war es dann aber eigentlich schon mit dem Besonderen des Abends. Wer nun gedacht hätte, der SV Waren 09 würde zur Feier des Tages die Spieler mit sogenannten „Auflaufkids“ ausstatten, also Knirpse, welche die Kicker auf das Spielfeld führen, der hatte sich getäuscht. Ohne „Begleitschutz“ trotteten die Spieler beider Teams unspektakulär auf den grünen Rasen. Auch ein weiterer Getränke-oder Verpflegungsstand in der Halbzeitpause wäre bestimmt nicht fehl am Platz gewesen. Balljungen, die das runde Leder schnell wieder ins Spiel bringen können, suchte man ebenfalls vergeblich.

Ganz klar, soetwas muss der Gastgeber nicht machen, und es ist auch nirgendwo vorgeschrieben. Aber wenn man schon über 1000 Zuschauer auf den Kiebitzberg locken konnte, die vielleicht auch mal wiederkommen sollen, dann hat man eine Chance verpasst, Werbung für Pilgerungen ins Müritzstadion zu machen, zumal das Spiel selbst keinen fußballerischen Leckerbissen bot.

Das schätzte selbst Malchows Trainer Christopher Stoll trotz des 2:1-Erfolges so ein, nachdem er sich zunächst für das Verhalten seines Ersatztorhüters Maximilian Karl entschuldigt hatte. Der war nach dem Abpfiff aufs Spielfeld gestürmt war, mit einem Warener Kicker ins Gerangel gekommen und dafür die Rote Karte gesehen. Karl hatte wieder einmal gar nicht mitgespielt, was wohl den Frust in ihm ansteigen lassen hatte. „Es war für uns und insbesondere für einige Leute im Verein, für die ich mich besonders freue, ein ganz wichtiger Sieg“, betonte Christopher Stoll. Sein Trainerkollege Jens Dowe haderte etwas: „Es war ein ordentliches Derby. Wir haben uns nach dem Ausgleich nicht versteckt, aber dann  einfache Fehler gemacht. Wir lassen uns dadurch aber nicht unterkriegen und konzentrieren uns jetzt voll auf das Pokalspiel gegen den FC Hansa Rostock am nächsten Sonnabend“, gab Dowe die Marschrichtung vor. 

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