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Das Müritz-Team gewinnt mit mehr als zehn Toren

Der SV Waren 09 fährt gegen die SG Roggendorf den höchsten Saisonsieg in der bisherigen Fußball-Verbandsligasaison ein. Trainer Stefan Karow versucht trotzdem, den Ball flach zu halten und warnt vor dem „Bau von Luftschlössern“.

Waren. Nach dem deutlichen Heimsieg des SV Waren 09 in der Fußball-Verbandsliga gegen die SG Roggendorf versuchte Warens Chef-Coach Stefan Karow, den Ball flach zu halten. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir kein Luftschloss, sondern einen Turm bauen möchten und dazu zunächst das Fundament legen müssen“ sagte er bei der anschließenden Pressekonferenz.

Mit 11:1 hatten seine Schützlinge den Verbandsliga-Neuling aus Westmecklenburg zuvor förmlich vom Platz geschossen. Der Torreigen begann in der 5. Minute, als sich Stefan Haase auf der rechten Seite durchsetzte und Tobias Täge bediente, der per Kopf zum 1:0 traf. „Das frühe Tor hat uns richtig in die Karten gespielt“, freute sich Stefan Karow.

Dann gelang Danny Koop ein lupenreiner Hattrick, wobei ihm zunächst Haase den Ball per Flanke servierte (10.), dann Täge per Hacke (15.), bevor Koop sich in der 40. Minute in der Mitte gegen einen Gegenspieler durchsetzte und den Roggendorfer Keeper zum 4:0 überwand. Kurz vor dem Pausenpfiff köpfte Tobias Täge den Ball zum 5:0 ein.

Das Warener Torfestival ging auch nach der Halbzeitpause munter weiter. Der gerade eingewechselte Guido Timper versuchte es mit einem Hinterhaltschuss, den der Torwart zwar noch berührte, aber nicht vor dem Überfliegen der Torlinie zum 6:0 (50.) abhalten konnte.

Wie aus dem Nichts fiel in der 52. Minute der Ehrentreffer für den Verbandsligaaufsteiger aus Roggendorf. Die Müritzer ließen sich dadurch nicht schocken und legten nach. Danny Koop flankte zu Tobias Täge, der mit dem 7:1 (62.) ebenfalls einen lupenreinen Hattrick einleitete, denn er legte zweimal nach (63./77.). Jetzt traute sich auch der linke „Flügelflitzer“ Toni Lübke, und das ziemlich frech: Der lange Lupfer prallte erst an den Innenpfosten und von dort hiner die Torlinie zum 10:1 (78.). Den Schlusspunkt setzte Stefan Geers mit einem wuchtigen Kopfball zum 11:1-Endstand in der 88. Minute.

„Wir haben uns auf das Abenteuer Verbandsliga eingelassen, und wir werden weiter kämpfen. Auch wenn wir bei Auswärtsspielen so wie hier oft böse etwas auf die Mütze bekommen, so sehen wir bei Heimspielen besser aus“, sagte Roggendorfs Trainer Stefan Lau.

Warens Coach Stefan Karow zollte dem Gegner Respekt: „Hut ab vor Roggendorf, die trotz Rückschlägen nicht aufgeben“, sagte er und appellierte an die Warener Fans, das Team beim nächsten Freitagabendspiel beim Verfolger MSV Pampow zahlreich zu unterstützen.