Nebelseelauf:

Jung und alt feiern das Nebelseelauf-Jubiläum

Über Ländergrenzen hinweg konnten sich wieder die Sportler beweisen, die an der 20.Umrundung des schön gelegenen Gewässers im Süden der Müritzregion teilnahmen. 

Vor der tollen Kulisse des Nebelsees startete am Wochenende der gleichnamige Lauf in der bereits 20. Auflage.
Jens-Uwe Wegner Vor der tollen Kulisse des Nebelsees startete am Wochenende der gleichnamige Lauf in der bereits 20. Auflage.

Auch zum 20. Mal konnte das „Nadelöhr“ beim Nebelseelauf wieder unbeschadet durchquert werden. Um den See zu umrunden, muss nämlich kurz nach dem Start die Brücke zwischen Nebelsee und dem Langhagensee überquert und dabei die Straße benutzt werden, die dazu abgesperrt werden muss. Kurioserweise bildet die Brücke aber auch die Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, so dass eigentlich zwei Polizeibehörden zuständig wären. Ganz unbürokratisch und kollegial regelten in diesem Jahr die Brandenburger Polizisten den Verkehr, damit die Teilnehmer am Jubiläumslauf unbeschadet die Ländergrenzen überschreiten konnten. 

Das Hotel am Nebelsee als Ausrichter der Veranstaltung hatte in bewährter Weise den Müritzer LSV 04 als Organisator gewinnen können, der die Strecke vorbereitet hatte und für die exakte Zeiterfassung verantwortlich war.

Insgesamt 115 Teilnehmer hatten sich angemeldet, wobei die Wanderer sich erst gar nicht mit zählen ließen und schon vor dem offiziellen Start die Schuhe geschnürt hatten. Von den 115 Sportlern wählten 34 die Pendellauf-Kurzstrecke über 4,6 Kilometer. Hier konnte Tim Grahlmann seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen, der in einer Zeit von 18:18 Minuten ins Ziel stürmte. Damit verbesserte er zwar seine Zeit aus dem Vorjahr, war dennoch nicht ganz zufrieden. „Eigentlich wollte ich unter 18 Minuten bleiben, aber ich bin trotzdem froh, gewonnen zu haben“, sagte der elfjährige Tim, der ganz in der Nähe in Berlinchen wohnt und beim LC Dosse Wittstock Leichtathletik trainiert. So wie sein kleinerer Zwillingsbruder Tom, der kurz nach ihm ins Ziel kam und ebenso wie sein Bruder mit einem Umstand zu kämpfen hatte. Ihre Mutter Kathleen Telschow-Grahlmann moderierte nämlich in angenehm lockerer Art den Wettbewerb und lenkte über das Mikro die Aufmerksamkeit besonders auf die beiden bescheidenen Zwillinge, was ihnen etwas peinlich war.

Dann aber kamen die „harten Sportler“. 68 Ausdauersportler hatten sich an die 9,8-Kilometer lange Umrundung des Nebelsees gewagt. Hier siegte der 33jährige Neustrelitzer Thomas Geyer, der für den HSV Neubrandenburg startet, in einer Zeit von 39:07 Minuten. „Ich war schon im vorigen Jahr hier gestartet und war ganz begeistert von der tollen Atmosphäre, der Organisation und der Umgebung. Die Strecke ist super ausgeschildert und enthält anspruchsvolle Cross-Elemente wie Wurzeln und Pfützen“, erzählte er. Er hatte sich nach etwa zwei Kilometern vom Hauptfeld abgesetzt. 

Vor dem Start hatte Sylvia Konschak vom Hotel am Nebelsee Ichlim als Ausrichter dem 92jährigen Werner Risse anlässlich des Jubiläumslaufes einen Ehrenpokal überreicht. Werner Risse war vom ersten Lauf an jedes Jahr an den Start gegangen.