Fußball-Landesklasse:

Rolle rückwärts: Aufstieg kein Thema mehr

Nach der Niederlage gegen Chemnitz wirft der Trainer des PSV Röbel alle Pläne über Bord und ändert das Saisonziel für das Team in der Fußball-Landesklasse.

Auch Japheth Kohl vom PSV Röbel (links) gab gegen Chemnitz alles, aber es reichte nicht, um zu punkten.
Jens-Uwe Wegner Auch Japheth Kohl vom PSV Röbel (links) gab gegen Chemnitz alles, aber es reichte nicht, um zu punkten.

Nur wenige Minuten nach dem Abpfiff und einem kurzen, aber sehr  intensiven Gespräch mit dem Vorsitzenden des PSV Röbel, Christian Prasser, dann war es soweit: Der Röbeler Trainer Ronny Ollenburger gibt seinen Traum vom Landesliga-Aufstieg auf. „Wir wollen jetzt einen Platz im Mittelfeld der Fußball-Landesklasse anstreben und insbesondere den Nachwuchs in die Mannschaft besser integrieren“, sagte Ronny Ollenburger sichtlich enttäuscht.

Gerade hatte sein Team gegen den SV Chemnitz mit 1:2 verloren.  Noch vor der Partie hatte Ronny Ollenburger am Landesligaplan festhalten wollen, obwohl er sich die 0:3-Niederlage gegen Wesenberg eine Woche zuvor nicht erklären konnte.

Und genauso war es auch nach dem Spiel gegen Chemnitz. „Ich kann keinen einzelnen benennen, der Schuld hat. Es ist uns nicht gelungen, die jungen Spieler richtig in die Mannschaft mit einzubinden. Daran haben aber auch die erfahrenen Spieler ihren Anteil. Wir müssen uns jetzt ganz schnell berappeln, denn so brauchen wir in Groß Plasten gar nicht erst anzutreten“, sagte Ronny Ollenburger.

Nun könnte man meinen, Röbels Trainer würde dem Motto folgen: Die Trauben sind mir viel zu sauer. Denn durch die erneuten Siege von Penzlin und Groß Plasten dürften diese beiden Teams den Meistertitel unter sich ausmachen. Doch Ronny Ollenburger geht mit der Zieländerung noch weiter, denn er möchte nicht im oberen Mittelfeld landen, sondern nun reicht das Mittelfeld.

Rico Herrmann hatte Chemnitz bereits in der 10. Minute mit 0:1 in Führung gebracht. Christopher Lietz erhöhte in der 22. Minute auf 0:2. Der 1:2-Anschlusstreffer durch Mario Klemmer nach klasse Vorarbeit durch Felix Gaulke (34.) blieb der letzte Treffer an diesem Tag.

Aufgeben wird Ronny Ollenburger jedoch nicht. Im Gegenteil, kämpferisch und vielleicht ein wenig trotzig gab er das nächste Nahziel vor. „Nächste Woche wollen wir uns in Groß Plasten für die Pokalniederlage revanchieren. Dann reisen wir eben als Außenseiter an, aber gewinnen wollen wir trotzdem“, sagte er.

Denn eines machte er noch einmal klar: „Hier in Röbel bekommen weder die Trainer noch die Spieler einen Cent für das Fußballspielen. Nur Fahrtkosten werden erstattet. Solange ich Trainer bin, und das sieht auch der Vorstand so, wird sich das nicht ändern“.

Auf die Frage, ob vielleicht Spieler das Team verlassen, weil der Aufstieg nicht mehr im Fokus stehe, sagte Ronny Ollenburger: „Ich glaube das nicht, weil sich die Spieler hier wohlfühlen und gut aufgenommen worden sind. Aber wie gesagt, hier bekommt keiner Geld, und somit kann jeder frei entscheiden, ob er sich einer neuen Herausforderung stellen möchte“. 

Der PSV Röbel spielte gegen Chemnitz mit: Björn Balzer- Jonas Mehl, Japhet Kohl, Tim Gillmeier, Max Appel (46. Kay Lampe), Sebastian Arlt (80. Max Götze), Ronny Lehmann, Mathias Sterzel, Marco Krolikowski, Mario Klemmer, Felix Gaulke

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