Im Gespräch:

Waren-Kapitän hat den Pokal im Blick

Dass die Warener Oberliga-Fußballer vor eigenem Publikum zuletzt endlich mal wieder überzeugten, war auch ein Verdienst von Kapitän und Abwehrchef Stefan Geers. Der 29-Jährige sprach mit Florian Ferber.

Der Mann mit der Armbinde: Stefan Geers hat bei Waren das Kommando.
Florian Ferber Der Mann mit der Armbinde: Stefan Geers hat bei Waren das Kommando.

Ein Zähler gegen Schönberg – Ihr Fazit?

Wir haben eines unserer besseren Heimspiele gemacht, zu Hause lief es ja nicht so. Wir hatten es nachher ‚Buschi‘ (Torwart Paul Buschke, Anm. d. Red.) zu verdanken, dass wir einen Punkt geholt haben. Er war überragend, manche der Bälle hält er nicht mal im Training. Das war schon super. Aber auf beiden Seiten. Der Torhüter vom Gegner war auch richtig gut.

Acht Spiele, 13 Punkte, wie beurteilen Sie den bisherigen Saisonverlauf von Oberliga-Aufsteiger SV Waren 09?

Ich denke, wir können ganz zufrieden sein. Mit den Heimspielen nicht ganz so. Die Niederlage in Berlin bei Hürtürkel war unnötig, ein Punkt dort wäre völlig ok gewesen. Aber wir stehen viel besser da, als wir erwartet hätten. Weil auch ein paar Unruhen da waren. Wir halten ganz geil zusammen.

Stichwort Unruhen: Nach acht Spielen saßen mit Matthias Held, Holger Huhs und jetzt Jens Dowe bereits drei Trainer auf der Bank – sicher nicht unbedingt leistungssteigernd.

Einfach ist es nicht. Aber ich glaube, wir machen viel dadurch wett, dass wir in der Mannschaft so gut zusammenhalten. Und dass wir auch im Spiel intern mal sagen, Männer so und so, was sonst vielleicht erst in der Halbzeit kommt. Das stemmen wir aus der Mannschaft heraus ganz gut. Jetzt hoffen wir natürlich, dass ein bisschen Ruhe einkehrt.

Ist nicht sonst Toralf Schult der etatmäßige Kapitän des Teams?

Toralf wird im November zum dritten Mal Vater und er hat mit seiner Arbeit recht viel zu tun, sodass er einmal pro Woche vielleicht mal nicht zum Training kommen kann. Im letzten Jahr war ich schon Co-Kapitän und wir haben darüber gesprochen. Wir haben das ganz vernünftig geklärt. Und er ist mein Vertreter. Es hat sich eigentlich nichts geändert – außer, dass ich die Seitenwahl gewinnen oder verlieren darf.

Was sind Ihre Erwartungen an die verbleibenden Partien bis zur Winterpause?

Erst mal haben wir am nächsten Wochenende unser Pokalspiel in Cambs-Leezen aus der Landesliga West. Die haben gegen den Pokalsieger 1. FC Neubrandenburg gewonnen. Mehr Warnung können wir ja nicht kriegen. Aber wir wollen da auf jeden Fall weiterkommen. Und dann haben wir ganz schwere Spiele gegen Rathenow und Hertha Zehlendorf – und es gilt auf das Derby gegen Malchow heiß zu sein. Die Gegner werden nicht leichter und wir werden schön zu tun haben.