Fußball:

FCN lässt Pokalschreck Gnoien keine Chance

Fußball-Landespokal: Fußball-Oberligist Neubrandenburg ist auswärts der Landesliga-Truppe vom Gnoiener SV deutlich überlegen.

Alexander Lukesch (Mitte) zählte zu den Neubrandenburger Torschützen.
Florian Ferber Alexander Lukesch (Mitte) zählte zu den Neubrandenburger Torschützen.

Ohne Zugabe hat Fußball-Oberligist 1. FC Neubrandenburg 04 das Achtelfinal-Ticket im Landespokal gelöst. Gab es in Runde eins bei Landesligist FSV Einheit Ueckermünde noch 30 Minuten Extra-Zittern, reichte der Elf von Jürgen Bogs beim Gnoiener SV 24 aus der Landesliga Ost ein solider Auftritt zu einem 4:0 (2:0)-Auswärtssieg. „Die Leistung war OK, wenn man bedenkt, dass wir einige Verletzte und Kranke im Team haben. Wir wussten, dass es sehr schwer werden würde, wenn bei uns der Kampfeswille fehlt“, gab FCN-Coach Jürgen Bogs nach Abpfiff im Stadion An der Windmühle zu Protokoll.

In den Gnoiener Reihen, wo der verletzte Kapitän Marco Balz schmerzlich vermisst wurde, schnellte der Puls nur einmal richtig gen Anschlag. Als Benjamin Peter in der 9. Minute frei vor Gästeschlussmann Alexander Walter auftauchte und in ihm seinen Meister fand. Fortan präsentierte sich der letztjährige Pokalschreck den 180 Zuschauern eher handzahm und überließ dem spielerisch überlegenen Oberligisten das Feld – mit Folgen. Einem Aluminium-Tester von Nick Stövesand folgte eine hübsche Kombi der Marke einstudiert zum 0:1 (22.). FCN-Ersatzkapitän Christoph Fischer, der notgedrungen in den Defensivverbund rückte und seine Sechserposition Tomasz Parzy überließ, gab links raus auf Petrit Baliu, der passte in die Mitte und Alexander Lukesch band die Schleife drum. Noch vor der Pause nickte Fischer zum 0:2 ein (42.). „Die ersten beiden Gegentore haben wir zu leicht hergeschenkt“, ärgerte sich Gnoiens Vereinsvorsitzender Ottmar Schug.

Doch auf der Gegenseite stimmte das 2:0-Polster nur bedingt milde. Lauthals haderte Jürgen Bogs nach dem Seitenwechsel mit der „Rumeierei“ seiner Elf, beklagte im Anschluss vor allem die Ungenauigkeit der finalen Pässe. Jaroslaw Jozwiak fand mit seinem Kracher zum 0:3 (60.) kurzzeitig die richtige Beruhigungspille. Der Pokal-Fight war gelaufen, auch wenn Andy Millert die Gastgeber weiter antrieb: „Männer, dranbleiben!“ lautete die Devise. Dran blieben aber vor allem die Gäste. Joker Patrick Pretzer überwand GSV-Keeper Philipp-Peter Franke im Nachsetzen zum 0:4-Endstand (81.)

Ob der Sieg den Neubrandenburgern, bei denen der Litauer Ernestas Pilypas sein Pflichtspiel-Debüt gab, weiter Auftrieb nach dem Holper-Start gibt, wird sich bei der nächsten Auswärtsaufgabe in Altglienicke zeigen. „Ich habe die Mannschaft vor 14 Tagen gesehen. Da lässt sich was machen. Wenn unser Kapitän Tom Buschke, Kevin Riechert, Toni Schmidt und Arno Dwars wieder einsteigen, werden wir variabler“, prognostizierte Jürgen Bogs.

Und der Gastgeber? Realistisch in der Spielanalyse. „Wir haben versucht mitzuhalten. Damit war ich zufrieden. Dass wir hier kein Feuerwerk abbrennen, war klar. Wir dürfen nicht vergessen, dass es gegen einen Oberligisten ging und wir zwei Klassen tiefer spielen“, sagte Franck Stockem aus dem GSV-Trainerteam. Seine Jungs haben am nächsten Landesliga-Spieltag in Ueckermünde gleich wieder ein dickes Brett zu bohren.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung