Lauf:

Flachländer halten in Alpen gut mit

Sieben Läufer aus Neubrandenburg stellen sich der riesigen Herausforderung namens "Transalpine-Run" und schaffen es allesamt ins Ziel.

Annett Biefeld und Mirko Brommont vom SV Turbine Neubrandenburg am höchsten Punkt des Transalpine-Run.
Privat Annett Biefeld und Mirko Brommont vom SV Turbine Neubrandenburg am höchsten Punkt des Transalpine-Run.

Zu Fuß über die Alpen. Dieser Herausforderung stellen sich jährlich viele Wanderer, die auf verschiedenen Routen in sechs bis acht Tagesetappen die Tour meistern. Oft werden Seilbahnen und Lifte in Anspruch genommen. Diese Vorteile nutzen die Teilnehmer des Transalpine-Run nicht. Seit 2005 zieht es die Berg- und Ultraläufer aus der ganzen Welt zu dem Event der Superlative. In diesem Jahr hatten sich 336 Zweier-Teams in Oberstdorf eingefunden, um von dort aus auf acht Etappen durch vier Länder insgesamt 260,3 km mit 15 844 Höhenmetern in Angriff zu nehmen. Nur 265 erreichten das Ziel im italienischen Latsch. Die täglichen Strapazen auf Etappen zwischen 24,7 und 42,6 km Länge, mit bis zu 3000 Höhenmetern verlangte den Startern alles ab. Mit dabei waren bei diesem Extremlauf auch sieben Aktive aus Neubrandenburger Laufvereinen. Alle schafften die Tour – Respekt.

Arne Christian Wolf vom SCN war der Jüngste in dieser Gruppe und erreichte als Debütant mit seinem Partner Martin Eisenknapp das beste Ergebnis der Nordlichter. Mit einer Zeit von 37:36:47 Stunden belegte das Team einen sehr guten 30. Platz in der Männerwertung. „Wiederholungstäter“ Jörg Clemen (HSV Neubrandenburg) benötigte mit seinem Schweriner Laufpartner Torsten Gunia 47:04;33 (39. Platz). In der Frauenwertung kämpfte sich Ute Mrotzek (SV Turbine Neubrandenburg) mit ihrer Berliner Partnerin Yvonne Lehnert in 53:49:06 über die Höhenzüge und schaffte damit Platz 18.

In der Mixed-Wertung waren zwei Neubrandenburger Teams am Start. KerstinCools, die den Alpentrail ebenfalls schon mehrfach absolvierte, und Tom Kietzmann vom HSV Neubrandenburg bewältigten die Strecke in 47:50:43 (Platz 43). Annett Biefeld und Mirko Brommont vom SV Turbine Neubrandenburg waren 61:06:33 unterwegs – Rang 77.

Damit haben die Flachländer in den Alpen großes Stehvermögen gezeigt und respektable Ergebnisse erzielt. Jetzt dürfte erst einmal Erholung angesagt sein. Aber der Blick richtet sich bestimmt schon auf den 10. Transalpine-Run 2014.