Masterplan vom DFB:

Fußballer-Eltern müssen Abstand halten

Kein Schiedrichter, kleineres Spielfeld: Beim Lütten-Fußball greifen die Reformen, die die Meinungen im Kreis spalten. Doch nicht nur Spieler müssen sich umgewöhnen.

Der Nachwuchsfußball wird reformiert. In den Spielen des Kreisfußballverbandes Mecklenburgische Seenplatte kommen die Neuerungen bereits zur Anwendung.
Eckard Berndt Der Nachwuchsfußball wird reformiert. In den Spielen des Kreisfußballverbandes Mecklenburgische Seenplatte kommen die Neuerungen bereits zur Anwendung.

Daran scheiden sich die Fußball-Geister: 15 Meter Abstand zum Spielfeld müssen seit dieser Saison die Zuschauer bei den Partien der kleinsten Kicker im Kreisfußballverband Mecklenburgische Seenplatte halten. Der Grund: Vor allem Eltern mischten sich in der Vergangenheit intensiv und lautstark in das Spielgeschehen ein. Das ist einer der Punkte eines Masterplans vom Deutschen Fußball-Bund unter dem Motto: „Gebt den Kindern das Spiel zurück.“ Neu ist auch, dass die Partien in einigen Altersklassen nicht mehr von Schiedsrichtern geleitet werden. Die Kinder treffen nunmehr die Entscheidungen selbst – was ist Foul, was nicht. Auch die Trainer der gegnerischen Mannschaften müssen sich umstellen, denn sie begleiten die Spiele fortan in einer gemeinsamen Coaching-Zone. Die Maßnahmen sollen soziale Kompetenz und gegenseitigen Respekt steigern, sie werden in der Fußballszene aber durchaus auch kritisch gesehen.

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