Fußball:

Mit Katzen-Kacke am Schuh zu erstem Sieg

Verbandsliga-Derby: Neuling TSV Friedland feiert Saison-Erfolg Nummer eins. FCN-II-Trainer Aepinus ist gefrustet von der miesen Personalsituation.

Die Friedländer Mannschaft erkämpfte sich den ersten Saison-Erfolg.
Eckard Berndt Die Friedländer Mannschaft erkämpfte sich den ersten Saison-Erfolg.

Die Katzen-Kacke hat geholfen. Trainer Heinz Dahms war auf dem heimischen Hof extra noch in ein von seinen Miezen produziertes Häufchen getreten, ehe er sich zum Derby aufmachte – und siehe da: Fußball-Verbandsligist TSV Friedland 1814 kam im Regionalduell mit dem 1. FC Neubrandenburg 04 II zum ersehnten ersten Saisonsieg, im sechsten Anlauf zu erstem Zählbaren überhaupt. Der Kellerkick ging 2:0 (0:0) für den Aufsteiger aus. Paul Schulz (62. Minute) und Denis Schmidt (79.) waren die Torschützen.„Nach der ausgeglichenen 1. Halbzeit erspielten wir uns ein Chancen-Plus und hätten den Sack noch früher zumachen müssen“, sagte der abergläubische Coach – nach dem Abpfiff sichtbar erleichtert.

Trainer-Kollege Wilfried Aepinus hatte nur einen (angeschlagenen) Feldspieler auf der FCN-II-Reservebank und weitere „Pflegefälle“ auf dem Platz. „Ich mache nicht meiner Mannschaft einen Vorwurf, sondern dem Verein“, sagte er, gefrustet von der permanenten Personalnot. Aepinus hatte auch noch Talent Nick Stövesand an die Club-„Erste“ abgeben müssen, die parallel dem BSV Hürtürkel mit 0:4 unterlag.

Das „Revierderby“ hatte ob der Neubrandenburger Vergangenheit des Friedländer Trainer-Duos Dahms/Harbarg und einiger Kicker viele Randgeschichten – die stressige Tabellensituation gab der Sache eine heikle Note. Dafür lief die vom etwas geltungsbedürftigen Referee Thomas Gindler (Waren) geleitete Partie relativ fair ab.

Der erste Durchgang ging ereignisarm über die Bühne, zumal die Abwehrreihen stabil standen. In der FCN-II-Truppe – fünf Teenager in der Startelf – fielen die Aktionen von Felix Bollow auf der linken Außenbahn positiv auf. Ein Doppel-Böller des Kollegen Patrick Pretzer verfing sich in der vielbeinigen TSV-Verteidigung.

Nach der Pause wurde Bollow durch den eingewechselten Martin Krüger an die Kette gelegt, und der Gastgeber bestimmte, unter der Regie von Denis Schmidt, mehr und mehr das Spiel. „Schmiddi“ war es auch, der zum Schulz-Treffer auflegte und später – nach einem erfolglosen Versuch von Matthias Kroll – zum 2:0 abstaubte. „Wir waren in der 2. Halbzeit aggressiver als die Neubrandenburger“, analysierte der Goalgetter hinterher.

Die Gäste können sich bei Keeper Robert Holz bedanken, dass es nicht zu weiteren Gegentreffern kam. Aepinus: „Anfangs standen wir hinten kompakt, aber nach der Pause wollten alle nach vorn – und so wurden die Friedländer zu Kontern eingeladen.“ Dem FCN II fehlte einer wie Schmidt – eine zentrale Kreativkraft. Stürmer Oliver Köller verbrachte die Partie quasi in Isolation.

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