Fußball:

Mpoy und Moshi keine FCN-Angreifer mehr

Die August-Neuzugänge gehören nicht mehr zu Fußball-Oberligist 1. FC Neubrandenburg 04. Offenbar herrschte große Unzufriedenheit auf beiden Seiten.

Eric Mpoy (Mitte) hatte zwei unglückliche Auftritte als FCN-Stürmer in der Oberliga.
Roland Gutsch Eric Mpoy (Mitte) hatte zwei unglückliche Auftritte als FCN-Stürmer in der Oberliga.

Wenn Fußball-Oberligist 1. FC Neubrandenburg 04 am Feiertag-Freitag (14 Uhr) das Heim-Derby gegen den Malchower SV bestreitet, wird das Stürmer-Duo Eric Mpoy und Victory Moshi nicht einmal mehr unter den Zuschauern im Jahnstadion sitzen. "Wir haben ihre Kündigung akzeptiert", teilte FCN-Präsident Klaus-Detlef Schnoor am Montag auf Nordkurier-Nachfrage mit. "Wenn die nicht gekündigt hätten, hätten wir das getan."

Der Verein war offenbar schwer unzufrieden mit den beiden August-Neuzugängen. Der Franzose Mpoy hatte nach seinen drei Toren im Landespokal-Spiel beim SV Jahn Neuenkirchen (4:0) noch zweimal Einsatzzeiten in der Oberliga erhalten. Trainer Dariusz Kolacki sprach jeweils von enttäuschenden Auftritten des 26-Jährigen. Und Moshi, ein 21-jähriger Belgier, hatte ohnehin nur in der zweiten Mannschaft des Clubs gespielt. Dort fiel er kaum positiv auf.

"Klar, man sollte jungen Leuten eine Chance mehr geben, Geduld mit ihnen haben. Aber wenn es dermaßen an der Einstellung mangelt wie bei diesen beiden, muss man die Reißleine ziehen", so Schnoor.

Beiden Angreifern fehle es an Kraft und Kondition, hatte Coach Kolacki vor anderthalb Wochen öffentlich geäußert. Und: „Ich erwarte, dass sie nicht nur abends am Teamtraining teilnehmen, sondern auch an den Vormittagen individuell trainieren, wenn die anderen ihrer Arbeit nachgehen. Nur so werden sie die Defizite abbauen“, forderte der Trainer mehr Engagement von Moshi und Mpoy, die in Neubrandenburgs Reitbahnviertel eine Wohnung bezogen hatten. Laut Vereinsangaben habe das Duo aber keine Zusatzschichten geschoben und obendrein noch das Mannschaftstraining geschwänzt.

"Die vergnügten sich lieber", sagte Klaus-Detlef Schnoor. "Und als wir ihnen klare Vorgaben gemacht hatten, verließ sie komplett die Lust, sich reinzuhängen. Wir kriegten ihre Kündigung."  Der Club-Chef ärgerte sich außerdem über Forderungen, die den FCN zuvor über den Spielerberater der zwei Fußballer erreichten. "Wir sollten ihnen Pay-TV, Internet und sonstwas bezahlen. Das ging zu weit."

Fakt ist nun: Die Neubrandenburger Oberliga-Truppe wird - zumindest bis zur nächsten Wechselperiode im Winter - weiter ohne "Klassik-Stürmer" auf Punktejagd gehen. Das funktionierte bislang recht gut: Zu Buche stehen vier Siege, zwei Remis, eine Niederlage.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung