Motorsport:

"Dirty Harri" weiter auf Achse

Der Neustrelitzer Motorsportler Harri Eichhorst ist seit 42 Jahren für seinen Verein unterwegs - vor allem als Enduro-Fahrer.

Harri Eichhorst holte bei den Super-Senioren Ü50 den Enduro-Landestitel.
Matthias Schütt Harri Eichhorst holte bei den Super-Senioren Ü50 den Enduro-Landestitel.

Eine lange Geschichte im Neustrelitzer Motorsport, die noch einige Jahre weitergehen soll. Seit 42 Jahren fährt Harri Eichhorst für den MC Mecklenburg-Strelitz. Spezialist ist der Dauerbrenner im Enduro-Sport, in dem der gebürtige Cantnitzer in der vergangenen Landesmeisterschaft bei den Super-Senioren über 50 Jahre den Titel errang. Dafür gab es jüngst eine Auszeichnung bei der Ehrungsveranstaltung in Greifswald.

Zudem konnte der 60-Jährige, der scherzhaft „Dirty Harri“ genannt wird, in der Altersklasse der Jung-Senioren Rang vier belegen. „Auch wenn ich mittlerweile auf der Enduro-Maschine ein Einzelkämpfer bin. Es gibt noch den Verein, und vielleicht findet sich ja doch noch der eine oder andere Interessierte an diesem Sport“, sagte Harri Eichhorst, dessen erste Maschine eine MZ GS 250 war.

Zwar sind im MC Mecklenburg-Strelitz rund 40 Mitglieder dabei, viele aber passiv. So verwundert es nicht, dass Eichhorst in den vergangenen Jahren als Einzelstarter in Deutschland und im Ausland aktiv war. Dabei wurde er stets von seiner Familie unterstützt.

Durch Horst Utpott wurde in den frühen 1970er-Jahren seine Leidenschaft für Zweiräder geweckt. Es folgten lange Abende in der Werkstatt und zahlreiche Rennen an den Wochenenden. „In Mecklenburg-Vorpommern war ich fast auf jeder Strecke dabei, kenne ich jeden Stein. Daher bin ich froh über neue Strecken und neue Herausforderungen“, so Eichhorst.

Der Neustrelitzer, der in der Residenzstadt eine Kfz-Werkstatt betreibt, startete in dieser Saison noch beim Enduro-Hessencup, den der Motorsportler 2012 sogar gewonnen hatte, und bei der Offroadscramble. Insgesamt war der 60-Jährige in der vergangenen Saison an 16 Wochenenden unterwegs. Dabei hieß es: Bis Freitag arbeiten, dann zur Wettkampfstrecke fahren, die Rennen absolvieren, am Sonntag wieder heim, um am Montag früh die Werkstatt zu öffnen.

Für Harri Eichhorst ist das aber Erholung pur. Er hat sich jüngst eine neue KTM-Maschine zugelegt, auf der will er 2014 etliche Rennen absolvieren. „Es macht mir immer noch Spaß, also mache ich weiter“, sagte er.

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