Fußball:

"So eine Durststrecke hat jedes Team"

Die Landesliga-Fußballer der TSG Neustrelitz II haben - nach einer super Serie - zuletzt enttäuscht. Matthias Schütt sprach mit Trainer André Schröder.

Zunächst lief alles top für das Team von Trainer André Schröder (links) - neun Spiele, neun Siege.
Matthias Schütt Zunächst lief alles top für das Team von Trainer André Schröder (links) - neun Spiele, neun Siege.

In den letzten vier Spielen gab es für Ihre Mannschaft lediglich zwei Punkte. Warum?

Wir haben zu Beginn der Saison Sieg um Sieg eingefahren. Irgendwann stellen sich die Gegner darauf ein, denn die anderen Trainer sind ja nicht dumm. Die gucken sich unsere Spiele an, wissen um unsere Stärken und Schwächen und warten auf unsere Fehler. Irgendwann kam bei uns Bruder Leichtfuß rein, und wir haben unsere gute Abwehrarbeit vor allem im Umkehrspiel vernachlässigt. Wir hatten im Abschluss viel Pech, dann kam auch mal Frust hinzu. So eine Durststrecke ist normal, die hat jedes Team mal.

Nach der 2:3-Niederlage gegen Traktor Dargun vor einer Woche sprachen Sie von einer katastrophalen Leistung. Wurde mit den Spielern die Partie noch einmal ausgewertet, wurden die Fehler analysiert?

Wir haben einen Mannschaftsabend gemacht, an dem einige Dinge aus dem Spiel angesprochen wurden. Wir wissen, dass wir vor einer harten Saison mit einem Ziel stehen. Das sollte jedem Spieler, egal ob mit mehr oder weniger Einsatzzeit, klar sein. Ich habe mich nach dem Spiel schon geärgert, aber das, was passiert ist, können wir nicht mehr ändern. Jetzt müssen wir daraufhin arbeiten, dass es nicht mehr passiert.

Außerhalb des Platzes wird von einer Blockbildung von Spielern aus Neustrelitz, Neubrandenburg und der TSG-„Ersten“ gesprochen. Ist die „Zweite“ derzeit noch eine Mannschaft?

Es wird da viel reininterpretiert. Es ist nicht böse gemeint, aber ich habe damit gerechnet, dass irgendwann ein großer Konkurrenzkampf herrscht. Da ist es auch normal, dass der eine oder andere Spieler mal unzufrieden ist. Die TSG II hat in den letzten Jahren nur von Neustrelitzern gelebt, aber auch nur in der Landesliga gespielt. Wenn man ein Ziel hat, braucht man Verstärkungen, und dann kommt es zu einem Umbruch. Aber auch damit werden wir klarkommen. Mit der TSG-„Ersten“ haben wir eine perfekte Zusammenarbeit, doch auch da wird es andere Zeiten geben. Wir sind die Ausbildungsmannschaft.

Wird es in der Winterpause personelle Veränderungen im Kader geben?

Ich weiß von keinem Wechsel, aber in der Hinsicht wird viel erzählt. Ich werde niemanden meiner Spieler wegschicken, da ich jeden Einzelnen schätze, brauche und auch mit jedem weiterarbeiten will. Vor dem, was die TSG Neustrelitz für die „Zweite“ auf die Beine stellt, da muss man auch mal den Hut ziehen. Das findet man selten. Denn das, was ich habe, habe ich. Aber was ich kriege, weiß ich noch nicht. Daher mache ich mir über mögliche Wechsel keine Gedanken.

Sehen Sie das anvisierte Saisonziel, Aufstieg in die Verbandsliga, in Gefahr?

Solange die Spiele nicht vorbei sind, sehe ich da immer ein Ziel. Es sind vier Punkte Rückstand. Aber erst einmal müssen wir unsere Hausaufgaben machen und auf uns gucken, nicht auf die anderen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung