49. Fußball-Knabenturnier:

TSG-Knirpse ohne Angst vor großen Namen

Die 49. Auflage des Fußball-Knabenturniers in Neubrandenburg soll für die Neustrelitzer Kicker und Fans ein Festtag werden.

Spaß beim Training: Ein „Hütchen-wechsel-dich“-Spiel der Neustrelitzer TSG-Talente.
Roland Gutsch Spaß beim Training: Ein „Hütchen-wechsel-dich“-Spiel der Neustrelitzer TSG-Talente.

Heiß drauf sind nicht allein die Hauptakteure, kein Stück weniger die Eltern und Großeltern der D-Junioren von der TSG Neustrelitz. „Wir haben schon mehr als 100 Ticket-Wünsche von Angehörigen“, freut sich Robert Gerhardt, Trainer der kleinen Kicker, die beim 49. Fußball-Knabenturnier des Nord­kurier im Neubrandenburger Jahnsportforum „die großen Vereine zumindest ein bisschen ärgern“ möchten.

Für den 24-Jährigen wird der 10. Januar 2015 zugleich ein persönlicher Festtag: „Als kleiner Junge hatte ich den Traum, da zu spielen. Das klappte nicht. Ich bin dann regelmäßig Zuschauer gewesen. Und nun der Trainer eines Teams bei diesem Superturnier sein zu können – genial!“

Kleine Stimmungskanonen

Bei der vorigen Knabenturnier-Auflage hatten die Neustrelitzer – nach Jahren der Abstinenz erstmals wieder im Starterfeld – nicht unwesentlichen Anteil daran, dass das Jahnsportforum brodelte. Gigantisch und ansteckend war die Laune, die der TSG-Fanblock verbreitete. Die Süd-Tribüne, eine Vollversammlung Neustrelitzer Stimmungskanonen, stand Kopf, Partylaune griff um sich und hielt den Tag über an.

Die jungen Kicker, trainiert von Martin „Scholli“ Gerasch, heizten seinerzeit die Sache als angstfreie und torhungrige Außenseiter ordentlich an. Wenn auch nicht stürzen – etwas „kitzeln“ konnte das Team die Konkurrenz mit den berühmten Fußball-Namen schon. So kassierte es im Vorrundenspiel gegen den späteren Turniersieger Werder Bremen erst mit dem Abpfiff das 1:2. Im Feld der 14 Mannschaften ließ man den FC Hansa Rostock hinter sich, der das Schlusslicht war.

Torben Gäbel wieder dabei

Torben Gäbel, der im Neuner-Duell gegen Hansa den 13. Platz perfekt machte, wird beim „49.“ übrigens erneut dabei sein. Knabenturnier-Erfahrung haben im Januar 2014 zudem Claudius Schröder, Till-Ole Harth und Dennis Erdmann gesammelt. „Für die anderen Jungs wird es eine Premiere“, sagt Coach Gerhardt. Er habe keine Sorge, dass seine Schützlinge vor 3500 Zuschauern ein­knicken. „So eine Riesenkulisse setzt positive Kräfte frei.“ Außerdem: „Als Außenseiter können wir nicht verlieren, nur gewinnen.“

Die Staffel 2, in der die TSG bei der Auslosung gesetzt war, hat’s in sich: VfB Stuttgart, Borussia Dortmund, Hertha BSC, TSG Hoffenheim, 1. FC Köln und Bayer Leverkusen. Kein Schock für den Trainer – im Gegenteil. „Alles Bundesliga-Vereine. So habe ich es mir gewünscht“, sagte er.

Der Neustrelitzer Knabenturnier-Kader bietet laut Gerhardt „eine gute Mischung. Wir haben keine Spieler, die absolut herausragen, aber eine kompakte Truppe, in der jeder jeden ersetzen kann“.

Das bekam in der MV-Verbandsliga schon mancher Kontrahent zu spüren. Als Neulinge verkaufen sich die TSGler hier bislang prächtig. „Wenn wir bis zum Ende der Hinrunde auf Platz sechs bleiben, bin ich zufrieden“, so der junge Trainer, der als Mannschaftsbetreuer die Neustrelitzer Fußball-Legende Hans-Joachim Schachtschneider und Konrad Marckwardt an der Seite hat. Nach der 1. Halbserie soll dann die volle Konzentration dem Knabenturnier gelten. Schon jetzt bestreiten die Residenzstädter Talente zwei der drei Wochentrainingseinheiten unterm Dach. Und für einige kommt sogar noch ein Stützpunkttraining hinzu, das ebenfalls in der Strelitzhalle stattfindet.

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