Fußball:

Greif-Nachwuchs hat Meisterrunde schon erreicht

Mit drei Mannschaften ist der Torgelower SV Greif in diesem Spieljahr in den höchsten Nachwuchs-Ligen Mecklenburg-Vorpommerns vertreten.

Die D-Junioren des TSV Greif (orange, im Pokal gegen Hansa) stehen auf Platz drei in der Verbandsliga.
Thomas Krause Die D-Junioren des TSV Greif (orange, im Pokal gegen Hansa) stehen auf Platz drei in der Verbandsliga.

Der Turniersieg wäre die Krönung einer erfolgreichen ersten Saisonhälfte gewesen. Im Finale beim stark besetzten Budenzauber um den Asklepioscup in Pasewalk verloren die D-Junioren-Fußballer des Torgelower SV Greif gegen den Greifswalder SV aber mit 0:1.

Doch auch so ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit für die Nachwuchsarbeit beim TSV Greif. „Wir können zufrieden sein“, sagt Mario Gaffri, der in seiner Funktion als Leiter des Sportbüros auch für die Koordination des gesamten Talentepools zuständig ist.

Insgesamt sieben Mannschaften, die von 16 Trainern betreut werden, hat der vorpommersche Klub im Spielbetrieb, drei kicken in der Verbandsliga, der höchsten Liga Mecklenburg-Vorpommerns. Die C- und D-Junioren haben dort schon die sogenannte Meisterrunde erreicht. Das hat die B-Jugend als Siebtplatzierte zwar verpasst, mit dem Abstieg wird die Mannschaft aber nichts zu tun haben. „Die B-Jugend wird in der nächsten Saison nahezu komplett in die A-Jugend aufrücken. Damit wird der Verein nach längerer Pause mal wieder eine A-Junioren-Mannschaft im Spielbetrieb haben. Das war uns sehr wichtig“, sagt Mario Gaffri.

Spaß macht in dieser Saison vor allem die D-Jugend, die von Rainer Justin trainiert wird. Die Jungs stehen in der Verbandsliga zur Winterpause auf Platz drei und gefallen durch ihren frischen Fußball. Im Achtelfinale um den Landespokal schieden sie zwar gegen den FC Hansa Rostock aus, doch die Vorpommern ärgerten den großen Favoriten mächtig. „Das ist ein sehr guter Jahrgang, die Jungs sind körperlich schon sehr präsent“, lobt auch Frank Dowe, Trainer der U13 des FC Hansa Rostock. Angeführt wird das Team von Torjäger Jannis Schulze: Der Ex-Pasewalker hat bereits elf Treffer erzielt.

Mit Genugtuung dürfte Greif-Präsident Dietrich Lehmann die Leistungen der Torgelower Nachwuchs-Fußballer in der ersten Saisonhälfte zur Kenntnis genommen haben. Als der TSV Greif im Frühjahr in die sogenannte Planinsolvenz ging, stand auch die Weiterarbeit im Nachwuchsbereich zur Diskussion. Immerhin leistet sich der Verein unter anderem einen Fahrdienst, um Spieler aus anderen Städten und Dörfern zum Training nach Torgelow zu fahren. Die Vereinsbosse entschieden sich aber, die zweite Mannschaft abzumelden. „Die Arbeit im Nachwuchs ist zu wichtig“, sagt Lehmann.

Der Kleinbus, der Talente aus Strasburg, Pasewalk, Ferdinandshof, Ueckermünde und Eichhof zum Training in die Gießerei-Arena fährt, ist noch immer im Betrieb. „Eltern beteiligen sich an den Fahrkosten. Und bei den Kosten für die Punkt- und Pokalspiele unterstützen uns die Sponsoren sehr. Allen gilt ein großes Dankeschön“, sagt Mario Gaffri. 

Sorgen bereitet den Verantwortlichen allerdings, dass es nach wie vor an Übungsleitern und Schiedsrichtern mangelt. „Wer da Interesse hat, kann sich gern im Sportbüro melden“, sagt Gaffri. Auch Fußballer der Jahrgänge 1996/97 und 97/98 seien gern gesehen.

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