Marathon:

Traum geht in Erfüllung: Raminer läuft New York-Marathon

Der Raminer Ausdauersportler Jörg Reinke gehört zu den 60 000 Aktiven, die beim berühmtesten Marathon der Welt gelaufen sind.

Glücklich im Ziel: Jörg Reinke nach dem New York-Marathon.
Privat Glücklich im Ziel: Jörg Reinke nach dem New York-Marathon.

Mit einjähriger Verspätung hat sich Jörg Reinke seinen Traum erfüllt. Der Ausdauersportler aus Ramin bei Löcknitz, der für den SV scn energy Torgelow startet, gehörte zu den gut 60 000 Läufern aus aller Welt, die den diesjährigen New York-Marathon meisterten.

Nach 3:46:09 Stunden erreichte er nach den wohl berühmtesten 42,195 Kilometern das Ziel im Central-Park und war überwältigt: „Dieses Erlebnis kann man gar nicht beschreiben. Es war einfach unglaublich. Jeder Marathonläufer muss einmal in New York gelaufen sein.“

Den größten Marathon der Welt wollte Jörg Reinke eigentlich schon vor zwölf Monaten gelaufen sein. Doch daraus wurde nichts. Die Auswirkungen des Hurrikans „Sandy“, der damals für viel Leid in der Millionenmetropole gesorgt hatte, waren so groß, dass sich die Macher entschieden, den Lauf abzusagen. Jörg Reinke hatte von der Absage in einem New Yorker Hotel erfahren, er lag im Bett und ruhte sich für den Lauf seines Lebens aus.

„Wir waren alle geschockt und enttäuscht, konnten es aber voll verstehen. Aber schon da war mir klar, dass ich es noch einmal versuchen werde“, erzählt er. Zugute kam dem Hobbyläufer, dass man wegen der Generalabsage einen Startplatz für 2013 garantiert bekommen hatte. Und Jörg Reinke nutzte die Chance, nahm das New-York-Ticket gern an.

Den Marathon am Big Apple wird er nicht vergessen. „Der Lauf war perfekt organisiert. Und dann die vielen Menschen an den Straßen, die total freundlich waren und jeden Läufer angefeuert haben. Das ist einfach unglaublich“, schwärmt der 52-Jährige. Über seine Zeit war Reinke hinterher selbst erstaunt. „Ich habe während des Rennens nicht auf die Uhr geschaut, weil es so viel zu sehen gab. Dass die noch so gut ist, hätte ich gar nicht gedacht“, sagt er.

Im Feld der 60 000 Marathonis aus aller Welt war auch ein Bekannter des Raminers. Henry Wendel vom HSV Neubrandenburg, der in der Uecker-Randow-Region Dauergast bei Wettkämpfen ist, erfüllte sich damit ebenfalls einen lang gehegten Läufer-Traum. „Wir haben sogar im gleichen Hotel gewohnt. Beim Start haben wir uns dann leider aus den Augen verloren“, erzählt Reinke.

Für den Raminer war es bereits der vierte Marathon in diesem Jahr: Nach den 42,195 Kilometern in Ueckermünde, Neubrandenburg und Berlin war der Start in New York für ihn der absolute Höhepunkt: „Es war einfach nur Wahnsinn.“

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