Überraschende Absage:

Aus für Schwedter Volleyballerinnen verkündet

Viele Jahre ein Qualitätsmerkmal für den Sport in der Oderstadt: Volleyball der Frauen. Nun kommt völlig überraschend das Ende.

Diese Entscheidung kam plötzlich und selbst für den Vorstand des TSV Blau-Weiß 65 Schwedt überraschend. Eigentlich sollte es auf der Pressekonferenz des TSV Blau-Weiß 65 um die Zukunft des Gewichthebens in der Region Nordost gehen. Dann die Meldung von Abteilungsleiter Torsten Böttcher: „Unsere Volleyballerinnen treten nicht zu der am 22. September stratenden Brandenburgliga-Saison an. Die Mannschaft ist personell nicht mehr komplett, ist nicht spielfähig und wurde ganz aus dem Spielbetrieb abgemeldet.“ Das alles bekam der Vereinsvorstand erst zwei Stunden zuvor zu erfahren.Damit bricht wieder ein Leistungsträger, ein Aushängeschild des Schwedter Sports weg. Der Fußball bringt dort seit Jahren nicht das Niveau, um zur einst vorhandenen Höherklassigkeit zurück zu kehren. Das Boxen verlor sein Bundesliganiveau, und nun Volleyball. Kann das alles mit demografischen Entwicklungen begründet werden? Bedingt ja, hier aber keinesfalls. Torsten Böttcher bekannte, als er die Abteilungsleitung jüngst übernahm, gleich Sorgenfalten bekommen zu haben. Zu gering war der Spielerkader. Nun ging eine geplante Kooperation mit einem polnischen Club nicht auf. Man habe drei Langzeitverletzte. Zwei Spielerinnen zogen sich beruflich bedingt zurück. Und die Stärkste im Team, Sindy Lenz, wechselte aus leistungssportlichen Gründen zum VC Olympia Berlin. „Da war die Abmeldung unausweichlich“, so Böttcher. Ein „Auffüllen“ mit Spielerinnen vom VC Angermünde ginge auch nicht. In Form des Volleyballzentrums Uckermark (VZU) gibt es eine gute Kooperationsbasis.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung