Drachenbootsport:

Elite kontra oder auch mit Exoten

Nicht nur das am Wochenende stattfindende Drachenbootfest ist beim Prenzlauer SV Rot-Weiß Anlass, kräftig zu feiern.

Trotz unruhigen Wassers und kühlen Wetters gab es im vorigen Jahr sehr spannende Rennen und oft sehr knappe Zieleinläufe auf Höhe des Bootshauses.
Oliver Spitza Trotz unruhigen Wassers und kühlen Wetters gab es im vorigen Jahr sehr spannende Rennen und oft sehr knappe Zieleinläufe auf Höhe des Bootshauses.

Wer die letzten Wochen die Prenzlauer Uckerpromenade passierte, traf immer wieder auf Drachenbootsportler – sich mit Gepäck gen Bootshaus bewegend, sich umarmend begrüßend oder sich auf dem See schindend, wenn laut vom Steuermann ein „ ... und eins, und zwei, und drei, ...“ über das Wasser hallte. Und morgen wird das in noch vielfältigerer Form zu erleben sein. Das vor allem auch versehen mit vielen Gratulationen. Denn die Prenzlauer trumpften nun schon zum dritten mal in kurzer Folge auf. Wie sich einmal mehr zeigte, hat das „Schinden“ im Winter und Frühjahr reiche Früchte getragen. Nach den Erfolgen in Booten der Nationalmannschaft, nach den 14 Medaillen bei den Club-Crew-Europameisterschaften waren es nun die neun Medaillen bei den nationalen Meisterschaften. Diese werden bei den am Wochenende stattfindenden Wettbewerben im Rahmen des Prenzlauer Drachenbootfestes garantiert noch einmal für Gesprächsstoff sorgen. Wieder erkämpften die Jugend, die Frauen, die Männer und die Senioren diese stolze Bilanz gemeinsam. Am erfolgreichsten waren die Prenzlauer in Duisburg bei den zweiten gemeinsamen Meisterschaften von DDV und DKV vor allem auf der Kurzstrecke über 200 Meter. Mit zwei Vizemeisterschaften (Senior Mixed; Jugend männlich) sowie zweimal Bronze (Damen; Senioren Smallboat). Drei Silbermedaillen gab es über 500 Meter: Senioren Mixed, Damen; Jugend männlich. Und auf der langen 2000-m-Strecke kamen noch zweimal Bronze durch die Damen und das Senioren-Mixed-Team hinzu.Insgesamt kündete damit in Duisburg eine im wahrsten Sinne des Wortes schlagkräftige Truppe von 86 Prenzlauer Sportlern von der Stärke der PSV-Drachenbootsportlern. Gegen die deutsche Drachenboot-Elite nach einer sehr langen Saison mit reichlich Medaillen nach Prenzlau heimzukehren, versah PSV-Chef Stefan Hahlweg in der Information an den Uckermark Kurier mit der Wertung, „dass die PSV-Teams zu den besten in Deutschland gehören“. Und noch ein Superlativ: „Alle unsere Boote haben sich für die Club-Weltmeisterschaften 2014 in Italien qualifiziert, von der Jugend bis hin zu den Senioren.“ Verdiente Ruhe zieht beim PSV aber erst am Sonntagnachmitag ein. Zuvor heißt es am Wochenende Elite kontra Exoten oder Elite mit Exoten (absoloten Drachenboot-Laien) in einer Crew. Beim Drachenbootfest stehen Entscheidungen auf mehreren Distanzen sowie im Firmencup an. „14 Mixed-Teams, vier Openteams und acht Mannschaften im Firmencup werden starten“, so Stefan Hahlweg. „Also rechnen wir mit rund 800 Aktiven.“ Und natürlich mit weit mehr Zuschauern.Wichtigste Eckdaten, morgen, 9.30 Uhr: Team-Captain-Meeting, 10 Uhr: Erster Start, 12 bis 13.30 Uhr: Mittagspauase mit Tauziehen, ab 15 Uhr: 1000-m-Rennen, ab 19 Uhr: Party im Festzelt mit Siegerehrungen, Sonntag, 10.20 Uhr: 200 m, erster Start, 12 Uhr: Finale, 12.30 Uhr: Siegerehrungen.

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