6. Rollstuhltanztag:

Funke der Begeisterung bringt vieles ins Rollen

Der 6. Rollstuhltanztag in Prenzlau wird für mehr als 30 Behindertensportler und ihre Partner ein tolles Erlebnis.

Schnell jubelten alle Teilnehmer zusammen mit Workshopleiterin Andrea Volkmann (Mitte) über gelungene Tanzkombinationen. 
Armin Gehrmann Schnell jubelten alle Teilnehmer zusammen mit Workshopleiterin Andrea Volkmann (Mitte) über gelungene Tanzkombinationen. 

Nach Templin und Schwedt war nun auch Prenzlau Ausrichterort für einen Rollstuhltanztag. Für dessen sechste Auflage fungierten der KSB Uckermark, der Behintertensportverband Brandenburg sowie der Reha- und Behindertensportverein Prenzlau als Gastgeber. Als Dozentin fand Andrea Volkmann schnell mehr als nur einen Draht zu den 30 Rollifahrern und ihren Partnern. Der Funke der Begeisterung brachte im wahrsten Sinne des Wortes gleich von Beginn an Vieles ins Rollen. So tanzten alle – auch Gäste wie zum Beispiel die stellvertretende Landrätin Karina Dörk oder Andreas Heinrich, der zweite Beigeordnete des Prenzlauer Bürgermeisters – mit den Rollis nach lateinamerikanischen Rhythmen einen Flashmoptest und hatten dabei viel Spaß. Interessant, anstrengend, aber sehr freudvoll ging es danach in den Workshops zum Duo-Tanz Standard/Latein und Combi-Tanz Standard/Latein zu. Wie ein kleiner Irrwisch sprang dabei die zierliche Andrea Volkmann zwischen den Paaren hin und her, gab Hilfen, munterte auf, führte vor und war eine „Quasselstrippe“ ohne Ende, aber auch ohne ihre „Schüler“ zu nerven. Alle wurden von ihr förmlich mitgerissen. Vielleicht auch angestachelt dadurch, dass unter den Ehrengästen die mehrfache Paralympics-Siegerin und Behindertensport-Weltmeisterin Martina Willing (Brandenburg) weilte, die von der Begeisterung der Teilnehmer sehr angetan war.Der 7. Rollstuhltanztag wird im nächsten Jahr in Hennigsdorf stattfinden. Dazu übergab Andreas Heinrich im Namen der Stadt Prenzlau symbolisch den Staffelstab an den Hennigsdorfer Bürgermeister Andreas Schulz. „Wir haben seit über 20 Jahren einen Beirat für Menschen mit Behinderungen. Integrative Sportfeste gibt es bei uns jedes Jahr. Und die Rollstuhltanzgruppe im Hennigsdorfer Behindertensportverein ist ein echtes Aushängeschild. Da wir auf dieser Basis zwischen allen eine gute Zusammenarbeit pflegen, bin ich zuversichtlich, dass wir an die guten Ergebnisse und Erfahrungen aus der Uckermark anknüpfen können.“ Sigrid Fink, Schatzmeisterin des Behindertensportverbandes zog ein positives Fazit: „Rundum eine gelungen Sache. Aber damit das so bleiben kann suchen wir noch weitere Übungsleiter für solche Sportgruppen und bieten Ausbildungen an."