1. Bundesliga:

Neues Team überzeugt bei Premiere voll

Großer Bahnhof für kleines Team. In der 1. Bundesliga unterliegt das Oder-Sund-Team dem deutschen Meister nur knapp 731,2:751,4 und erntet dennoch tosenden Beifall.

Das am ersten Wettkampftag stark auftrumpfende Oder-Sund-Team: Arkadiusz Michalski, Thomas Rosol, Roland Taubert, Christian Rech, Ronald Lade, Christian Zühlke (hinten, von links), Lisa-Marie Schweizer, Mario Teichert und Gina Holzäpfel (vorn, von links).
Armin Gehrmann Das am ersten Wettkampftag stark auftrumpfende Oder-Sund-Team: Arkadiusz Michalski, Thomas Rosol, Roland Taubert, Christian Rech, Ronald Lade, Christian Zühlke (hinten, von links), Lisa-Marie Schweizer, Mario Teichert und Gina Holzäpfel (vorn, von links).

Das Gewichtheben in Schwedt ist wieder erstklassig. Und dass nicht nur auf die Zugehörigkeit zum nationalen Oberhaus des Gewichthebersports bezogen. Immerhin lieferte die neue Kampfgemeinschaft, die Kräfte dieser Sportart aus Schwedt und Stralsund im Oder-Sund-Team bündelt, dem amtierenden Meister einen tollen Kampf und erreichte eine in der Geschichte des TSV Blau-Weiß 65 Schwedt noch nie erreichte Relativpunktzahl von 731,2. „Nun wollen wir nicht vermessen sein. Die Chemnitzer hätten wir mit unserem jungen Team nie schlagen können“, urteilten Teammanager Ronald Lade und Mannschaftsleiter Roland Taubert unisono. „Aber jeder in unserer Mannschaft zeigte sich voll konzentriert und kämpferisch. Dass wir 750 Punkte als Saisonziel vorgaben, zeigte sich bereits heute als realer Wert, denn wir konnten nicht in Bestbesetzung antreten.“ Zieht man in Betracht, dass es im weiteren Saisonverlauf noch Leistungssteigerungen jedes Athleten geben soll und dann auch noch Tino Friedrich (28/Klasse -94 kg/ Bestleistung 340 kg im Zweikampf) sowie Yasin Yüksel (22/-105 kg/341 kg) eingesetzt werden können, dürfte es mit den 750 gar nicht mehr lange dauern.Dass die Schwedter diese grandiose Leistung abliefern konnten, lag neben der akribischen Vorbereitung auf diese Premiere auch an der tollen Kulisse. Die Gastgeber hatte 80 Eintrittkarten zum Verkauf vorbereitet und rechneten durch Ehrengäste und Vereinsmitglieder mit rund 100 Zuschauern. Über 150 waren es letztlich. Und die hatten ihr Kommen in keiner Phase des Wettkampfs zu bereuen. Lisa-Marie Schweizer, Gina Holzäpfel und Christian Zühlke (je drei Gültige) legten in der ersten Gruppe des Reißens 133 Punkte vor, die Gäste konnten durch Olympiastarterin Julia Rohde, Martin Herberg, und Kathleen Schöppe mit 154 nicht weit enteilen. Dann legten Thomas Rosol, Christian Rech und Arkadiusz Michalski mit 156,4 kräftig nach. Der Gegner leistete sich durch den Finnen im Team, Miika Antti-Roiko, jedoch einen Platzer (drei Ungültige bei 140 kg). Robby Behm und der aktuelle Junioren-Europameister Philip Kudzik, der in Schwedt viele Jahre zur ersten Garnitur gehörte, konnten nur so viel gegenhalten, dass die Gastgeber nun 289,4:263,5 führten.Für das Reißen zogen beide Teams die Option, je einen Athleten auswechseln zu können. Für die Schwedter war das Mario Teichert gegen Gina Holzäpfel. Mit Teicherts Hilfe, bei aber insgesamt drei Ungültigen Versuchen, kam das Oder-Sund-Team auf 475,8 Punkte in der Zwischenbilanz. Die Gäste brachten für Martin Herberg den 15-jährigen Marcus Sadey (kurioserweise voriges Jahr noch Eiskunstläufer). Mit persönlicher Bestleistung von 115 kg steuerte er 65 Punkte bei. Zusammen mit Julia Rohde und Kathleen Schöppe zog er jetzt mit dem CAC 477:475,8 in Front. Entschieden wurde der Kampftag dann durch die starken Kudzik, Behm und den diesmal zwei Gültige einbringenden Antti-Roiko. Obwohl Michalski für das Oder-Sund-Team 375 kg im Zweikampf und mit 171 Relativpunkten den besten Tageseinzelwert lieferte, zog das Meistertam noch auf 751,4:731,2 davon.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung