:

Abstiegs-Alarm in Strasburg

Der FC Einheit Strasburg steht im Landesliga-Duell gegen den Ligadritten SV Görmin unter Druck.

Spielertrainer René Schilling steht mit Einheit Strasburg unter Druck.
Thomas Krause Spielertrainer René Schilling steht mit Einheit Strasburg unter Druck.

Die Zahlen sprechen für sich: Drei Spiele verloren die Landesliga-Fußballer des FC Einheit Strasburg zuletzt in Folge und kassierten dabei 14 Gegentore – Alarmstufe Rot in Strasburg.

Spielertrainer René Schilling sucht angesichts der Fakten auch nicht nach Ausreden: „Ganz klar, wir haben eine Krise.“ Und Schilling geht noch weiter. „Wir befinden uns mittlerweile mitten im Abstiegskampf“, sagt er vor dem letzten Pflichtspiel dieses Jahres am Samstag gegen den Tabellendritten SV 90 Görmin.

Zwar liegen die Uckermarkstädter derzeit noch sechs Punkte über dem Strich, doch es ist ein schiefes Bild. Denn dem FCE werden nach der Saison drei Punkte abgezogen, weil der Klub die geforderte Anzahl an Schiedsrichtern nicht erfüllen kann.

Der Landesfußballverband in Mecklenburg-Vorpommern bestraft solche Vergehen mit Punktabzügen und Geldstrafen. Rene Schilling will gar nicht über Sinn oder Unsinn dieser Regel diskutieren: „Zieht man die drei Punkte ab, sind wir voll dabei. Wir müssen alles tun, um da unten schnell wieder rauszukommen.“

Dass seine Männer zuletzt arg schwächelten, hat für den Trainer nur eine Ursache: „Die Jungs wollen alles spielerisch lösen, haben dabei aber vergessen, dass man auch kämpfen muss.“ Kampfgeist und Einsatz – jahrelang Strasburger Tugenden – gehen den Fußballern derzeit ab. Folge: Die Mannschaft verliert selbst gegen Liga-Leichtgewichte wie die SG Karlsburg/Züssow.

Im Training in den vergangenen Tagen hat Schilling daher die Zügel angezogen, ließ speziell Zweikampfhärte üben. Zudem gab es mehrere Aussprachen. „Ich hoffe, die Jungs, haben begriffen, worum es geht.“

Dass der SV Görmin dabei nicht gerade ein Gegner ist, gegen den sich Einheit so einfach aus der Krise schießen kann, weiß René Schilling natürlich. „Das wird hart, deshalb wären wir in unserer Situation auch schon mit einem Punkt zufrieden“, meint er. Schilling kann gegen den Liga-Dritten, der seine letzten drei Spiele gewann und dabei 14 Tore erzielte, voraussichtlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.

Offensivmann Krzystof Kornak fehlt aber weiterhin. Der Pole will nach seiner schweren Kopfverletzung in diesen Tagen wieder mit leichtem Training beginnen. An ein Comeback des Stürmers ist aber frühestens in der Rückrunde zu denken.

Auch für den Penkuner SV und den Pasewalker FV stehen die letzten Auftritte in diesem Landesliga-Jahr an. Beide Vereine stehen dabei vor lösbaren Aufgaben. Der PSV spielt bei Schlusslicht Malchower SV II und sollte mit einer konzentrierten Leistung drei Punkte holen. Pasewalk, zuletzt mit zwei Siegen in Folge, hat die SG Karlsburg/Züssow zu Gast. Anstoß aller Partien ist am Samstag um 13 Uhr.