Fußball:

Ex-Torgelower rettet das Unentschieden

Zum Abschluss der Hinrunde müssen sich die  Anklamer Verbandsliga-Kicker gegen Aufsteiger Friedland mit einem Punkt begnügen.

VFC-Stürmer Toni Rabe (rechts) kam mit seinem Anklamer Team vor heimischem Publikum gegen Friedland nicht über ein 0:0 hinaus.  
Stefan Justa VFC-Stürmer Toni Rabe (rechts) kam mit seinem Anklamer Team vor heimischem Publikum gegen Friedland nicht über ein 0:0 hinaus.  

Tore Fehlanzeige: Mit einem 0:0 gegen Aufsteiger TSV Friedland haben sich die Verbandsliga-Fußballer des VFC Anklam in die Winterpause verabschiedet. In einem packenden und hart umkämpften Derby mit guten Chancen auf beiden Seiten erwies sich Youngster Nico Barz vor 200 Zuschauern als starker Rückhalt seines Teams.Zwei Minuten vor dem Abpfiff zeigte der 18-jährige Ex-Torgelower keine Nerven, als TSV-Torjäger Denis Schmidt mutterseelenallein auf ihn zustürmte. Barz wehrte den Schuss des Friedländer Stürmers ab und rettete seiner Mannschaft mit dieser Parade zumindest einen Punkt.

Um ein Haar wäre der Schlussmann nur 60 Sekunden später sogar am entscheidenden Treffer seines Teams beteiligt gewesen. Nach seinem weiten Abstoß drückte Stürmer Nils Gütschow das Leder unhaltbar für TSV-Torhüter Thilo Mülling zum vermeintlichen 1:0 in die Maschen. Das Rostocker Schiedsrichtergespann erkannte diesen Treffer allerdings nicht an und zog mit dieser Entscheidung den geballten Unmut der Peenestädter auf sich. „Nach dem Abstoß des Torhüters ist der Ball von einem seiner Mitspieler in Höhe der Mittellinie per Kopf leicht berührt worden, somit stand der Schütze klar im Abseits. Ansonsten wäre es ein regulärer Treffer gewesen“, machte der Unparteiische Steffen Ludwig nach dem Abpfiff deutlich.

Die geschilderte Kopfballverlängerung hatte auf Seiten der Gastgeber jedoch niemand wahrgenommen: „In dieser Situation lag der Schiedsrichter mit seiner Entscheidung daneben“, ärgerte sich VFC-Trainer Hagen Reeck, sprach aber dennoch von einem leistungsgerechten Unentschieden: „Beide Mannschaften haben sich den einen Punkt verdient. Ich bin nicht unzufrieden. Die Jungs haben körperlich alles rausgeholt, was möglich war.“ Auch TSV-Trainer Heinz Dahms konnte mit der Punkteteilung ganz gut leben: „Natürlich hätten wir gerne drei Zähler mitgenommen. Es war keinesfalls ein langweiliges 0:0, denn beide Seiten haben von der ersten bis zur letzten Minute toll gefightet“, sagte der 57-jährige nach dem Duell an seiner alten Wirkungsstätte.

In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie erarbeiteten sich die Anklamer ein deutliches Chancenplus. Die beste Möglichkeit versiebte in der 35. Minute Gütschow, der an TSV-Keeper Mülling scheiterte. Das gleiche Duell gab es in der 83. Minute ein weiteres Mal, und erneut kam Gütschow nicht am Gäste-Keeper vorbei. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Anklamer bereits in Unterzahl, denn nach einem Foulspiel zeigte Schiri Ludwig Damian Staniszewski erst die gelbe Karte (76.) und schickte den aufgebrachten Polen anschließend wegen Meckerns vorzeitig unter die Dusche. Selbst mit einem Mann weniger auf dem Platz kamen die Anklamer noch zu Möglichkeiten, ohne Erfolg.

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