Fußball-Verbandsliga:

Freche Ueckermünder feiern Derby-Sieg

Ausgerechnet im Duell mit dem Torgelower FC Greif glückt dem FSV Einheit Ueckermünde mit 2:1 der erste Rückrundensieg.

Trainer Thorsten Bergin und Rafal Janik bejubeln den Derbysieg der Ueckermünder.
Andy Bünning Trainer Thorsten Bergin und Rafal Janik bejubeln den Derbysieg der Ueckermünder.

Das Wort Wahnsinn machte im Waldstadion nach dem viel umjubelten 2:1-Sieg gegen den Torgelower FC Greif die Runde. Total losgelöst feierten die Verbandsliga-Fußballer des FSV Einheit Ueckermünde und ihre Fans den Überraschungserfolg im Derby gegen den „großen“ Nachbarn aus Torgelow. „Wir haben das ganze Spiel großartig gekämpft“, war FSV-Coach Thorsten Bergin begeistert von seinem Team.

Ausgerechnet gegen Greif endete die Negativserie von sieben sieglosen Partien am Stück. „Das gibt uns unvorstellbar viel Selbstvertrauen“, sagte Bergin. Einheit kletterte auf Platz zwölf hoch und hat acht Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Genau so groß ist der Rückstand von Greif auf Tabellenführer Anker Wismar. Damit dürften die Träume von der Meisterschaft bei den Torgelowern endgültig geplatzt sein. „Das ist zurzeit zu wenig, um Meister zu werden. Wir haben zu einfache Fehler gemacht. Insgesamt war das eine schlechte Leistung von vielen Spielern“, redete TFC-Trainer Tomasz Grzegorczyk Klartext.

Die Gastgeber kamen im Waldstadion vor 530 Zuschauern gut ins Spiel. Schon in der 3. Minute setzte René Thiel mit einem Freistoß den ersten Mutmacher. Greif hatte Probleme, sich gegen die hoch motivierten Einheit-Kicker zu behaupten. Und der Favorit machte es der Tabellenzweite dem Außenseiter einfach, in Führung zu gehen. Torwart Nico Barz verlor weit außerhalb seines Kastens den Ball. René Thiel traf sicher zum 1:0 (14.). Kurz darauf hatte Greif sogar Glück, dass Kay Reinke nur den Pfosten traf (16.).

„Besonders die ersten 20 Minuten waren eine Katastrophe. Wir waren mental nicht da“, so Grzegorczyk. Dann wurde sein Team aber stärker, und Martin Kopecky (22.) besorgte den 1:1-Ausgleich. Nun begann die beste Phase der Greifen. Aber Marcin Juszczak (30.), Martin Kopecky (33.) und Lukas Krüger (42.) nutzten Einheits Schwächen nicht aus.

Nach der Pause hatte Ueckermünde die erste Möglichkeit. Reinke (47.) setzte den Ball übers Tor. Greif bemühte sich danach, in Führung zu gehen. Doch die Gastgeber kämpften um jeden Ball, wurden mit zunehmender Spielzeit immer frecher.

In der 72. Minute dann der nächste Patzer vom Greif-Torwart Nico Barz: Einen Freistoß von Karsten Eggert ließ der junge Schlussmann prallen. Im Nachsetzen traf Martin Paulsen zur gefeierten 2:1-Führung. Trainer Grzegorczyk meinte dazu: „Ich will Nico nicht die alleinige Schuld geben. Solche Fehler können passieren."

Am Ende riskierte der TFC immer mehr, eine Lücke in der Einheit-Abwehr tat sich aber nicht mehr auf. Der Gastgeber hatte sogar noch einige Konterchancen, spielte diese aber nicht konsequent aus.

Erleichtert und glücklich war nach dem Derbysieg Trainer Thorsten Bergin: „Am Ende haben wir sogar verdient gewonnen.“ Sein Freund und Trainerkollege Tomasz Grzegorczyk zeigte sich als fairer Verlierer: „Kompliment an Ueckermünde. Kampf und Wille haben gegen unseren Fußball gewonnen."

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung