Fußball:

Greif sucht: Wo ist der Top-Stürmer?

Der Torgelower FC Greif geht als Tabellenführer in die Rückrunde der Fußball-Verbandsliga. Die Verantwortlichen schauen sie dennoch nach Verstärkungen um, denn im Angriff hapert es.

Mit zehn Treffern ist Marcin Juszczak (Mitte, im Derby gegen Einheit Ueckermünde) der beste Torschütze beim Tabellenführer TFC Greif.
Andy Bünning Mit zehn Treffern ist Marcin Juszczak (Mitte, im Derby gegen Einheit Ueckermünde) der beste Torschütze beim Tabellenführer TFC Greif.

Fußball-Verbandsligist Torgelower FC Greif wird aller Voraussicht nach mit einem unveränderten Kader in die Rückrunde gehen. Das kündigt Peter Jandt, sportlicher Leiter beim Tabellenführer, an. „Es gibt keinen Anlass, da etwas zu ändern. Wir denken im Vorstand, dass die Mannschaft gut aufgestellt ist.“

Allerdings, so das Vorstandsmitglied, halten die Verantwortlichen im Klub natürlich die Augen nach möglichen Verstärkungen offen. „Es gibt ja immer Spieler, die sich verändern wollen. Konkrete Anfragen gibt es aber nicht“, sagt Jandt. Das könnte sich in den nächsten Wochen aber noch grundlegend ändern – vielleicht wäre das sogar wünschenswert, denn den Torgelowern fehlt es an der nötigen Durchschlagskraft.

Peter Jandt sagt zwar, dass die gesamte Mannschaft auf Offensive eingestellt und die Situation deshalb nicht ganz so problematisch sei. Und schließlich sei man auch Tabellenführer: „Aber es stimmt schon, wir schießen zu wenig Tore. Wir investieren viel, aber der Ertrag ist oft gering.“

Belegbar ist die Offensivschwäche mit Fakten. Die Greifen erzielten in den 15 Hinrundenspielen nur 28 Treffer, sogar der Tabellenachte Greifswalder SV hat öfter getroffen (29). Und von diesen 28 Greif-Toren schoss Marcin Juszczak allein zehn Treffer. Im Meisterschafts-Duell mit Verfolger FC Anker Wismar, der einen Punkt hinter Greif liegt, aber schon 42 Tore erzielte, könnte die Harmlosigkeit in der Offensive noch zum Nachteil werden.

Das wissen auch die Cluboberen beim TFC. „Wenn wir in der Winterpause jemanden holen würden, dann einen Spieler für den Angriff. Das ist klar. Aber es ist eben auch nicht einfach, denn alle Vereine suchen ja immer Stürmer“, sagt Peter Jandt.

Derweil bastelt der vorpommersche Club an seinen Strukturen. Mit Andreas Kostmann (Nachwuchsobmann) und Klaus Dieter Reimann als Geschäftsstellenleiter habe man zwei Schlüsselpositionen im Verein neu besetzt, erklärt der sportliche Leiter. Zudem soll sich die Anzahl der Greif-Teams erhöhen.

„Aufgrund der guten Nachwuchsarbeit haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, in der kommenden Saison eine A-Juniorenmannschaft aufzustellen“, kündigt Jandt an. Einige der Jungen spielen derzeit in der A-Jugend des FSV Einheit Ueckermünde. „Mit Einheit klappt die Zusammenarbeit in dem Punkt hervorragend“, sagt er.

Darüber hinaus will der Torgelower FC Greif auch wieder eine zweite Mannschaft in den Spielbetrieb schicken. „Wenn wir es schaffen, würden wir das gern schon zur neuen Saison machen. Aber wir wollen da nichts erzwingen, sondern könnten auch noch ein Jahr warten“, sagt der Sportchef.

Mit einigen Vereinen in der Region habe man in diesem Zusammenhang schon Gespräche über mögliche Spielgemeinschaften geführt: „Leider ohne Erfolg. Also werden wir unseren Weg allein bestreiten“, sagt Jandt. Verantwortlich für die künftige Greif-Reserve sind erst einmal Alexander Allert und Henry Petzel.

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