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Kim Walczak misst sich mit den besten „Torfräuleins“

Vor einem Jahr wechselte die Ueckermünderin Kim Walczak ans Neubrandenburger Sportgymnasium. Die Nachwuchs-Fußballerin träumt ihren Traum von der großen Karriere. Dem ist die 14-Jährige ein Stück nähergekommen. Das Mädel wurde vom DFB eingeladen.

Die Ueckermünderin Kim Walczak fährt am Wochenende zum DFB-Torhüter-Sichtungslehrgang nach Hennef.
Thomas Krause Die Ueckermünderin Kim Walczak fährt am Wochenende zum DFB-Torhüter-Sichtungslehrgang nach Hennef.

Die Weihnachtsfeiertage hat Kim Walczak zu Hause am Haff genossen: Ein paar Tage nichts tun, kein Fußballtraining, nur ausspannen, schlafen, naschen. „Das war schön“, sagt die 14-Jährige. Seit Montag hat sie nun aber der Alltag wieder: Training, Schule, Training, Hausaufgaben, schlafen. Das Leben einer Schülerin am Neubrandenburger Sportgymnasium hat mit Spaß wenig zu tun. Doch Kim Walczak will dieses Leben, denn sie hat ein großes Ziel.

Die Ueckermünderin, die seit einem Jahr das Trikot des 1. FC Neubrandenburg trägt und in der Viertorestadt im Internat lebt, möchte einmal Fußball-National-
spielerin werden. „Das ist mein Traum“, sagt sie. Der Wechsel ins Leistungszentrum nach Neubrandenburg war ein erster Schritt, mittlerweile sind weitere gefolgt. Das Torwart-Talent aus der Haffstadt steht in den Notizbüchern des Deutschen Fußball Bundes (DFB).

Vom 11. bis zum 14. Januar nimmt sie in Hennef bei Köln an einem DFB-Torhüter-Lehrgang teil. Bereits im Juni war das junge Mädchen zu einem Sichtungsturnier des DFB eingeladen worden, damals in Grünberg (Hessen).

Die DFB-Torwarttrainerin und frühere Nationalkeeperin Silke Rottenberg ist offenbar überzeugt vom Talent der jungen Dame aus Vorpommern. „Ich freue mich, wieder dabei zu sein“, sagt Kim. Mit Silke Rottenberg steht sie seit dem Sommer im regelmäßigen Kontakt. „Ich muss ihr zum Beispiel mitteilen, was ich trainiere oder wie viele Spiele ich mache“, erzählt die FCN-Kickerin, die mit ihrem Team in der B-Junioren-Verbandsliga souverän an der Tabellenspitze steht.

In Hennef erwartet Kim Walczak ein hammerhartes Programm. Insgesamt 16 Mädchen kämpfen darum, in den Kreis der vier Besten zu kommen. Aus diesem Quartett werden anschließend zwei Mädchen übrig bleiben, die in die DFB-Auswahl rücken. „Es wird sehr schwer, das weiß ich“, meint Kim. Schafft sie es diesmal nicht, bedeutet das aber nicht das Ende aller Träume.

Dann muss Kim Walczak es beim nächsten Lehrgang erneut versuchen. Die Fußballerin weiß, dass sie noch einige Schwächen hat, noch längst nicht am Ende ihrer Möglichkeiten ist: „Das hat Frau Rottenberg mir auch schon erklärt. Vor allem im athletischen Bereich muss ich besser werden.“

Jetzt freut sie sich aber erst einmal auf die Reise nach Hennef. Begleitet wird Kim von ihrer Mutter Dina Walczak. Bereits am Freitag werden sich die Beiden in den Zug nach Köln setzen. Dina Walczak ist – so oft es geht – dabei, wenn Tochter Kim in Sachen Fußball unterwegs ist. Und das ist die junge Torfrau fast ständig. „Sonst würde ich sie noch weniger sehen. Aber Kim ist glücklich und zufrieden, das ist das Wichtigste“, sagt die Mutter.