Fußball:

Urgestein Alexander Allert soll Greifen den Weg ebnen

Der vorpommersche Fußballclub Greif möchte so schnell wie möglich wieder eine zweite Mannschaft in Torgelow aufbauen.

Alexander Allerts (gelbes Trikot) Laufbahn als Spieler ist nach einer schweren Verletzung wohl beendet.
Andy Bünning Alexander Allerts (gelbes Trikot) Laufbahn als Spieler ist nach einer schweren Verletzung wohl beendet.

Selbst gegen den Ball treten wird Alexander Allert höchstens noch bei den Oldies: Nach seinem Achillessehnenriss im vergangenen Jahr fällt dem 34-Jährigen das Gehen immer noch schwer. An eine Fortsetzung seiner Laufbahn beim Fußball-Verbandsligisten Torgelower FC Greif ist nicht zu denken. „Das ist wohl vorbei“, sagt er.

Beim TFC Greif wird Allert aber weiterhin tätig sein – als Trainer. Der Torgelower, der seit seiner Jugend im Verein kickt, soll künftig Übungsleiter der zweiten Mannschaft werden. Die Clubchefs arbeiten gerade an der Reaktivierung der Reserve, Alexander Allert spielt dabei eine wichtige Rolle. „Alli kennt hier in der Gegend ganz viele Leute, er hat ein Netzwerk. Wir glauben, er kann ein Zugpferd sein“, sagt Vorstandsmitglied Peter Jandt.

Allert selbst freut sich auf die kommende Aufgabe. „Ich mache das wirklich gern und musste auch nicht lange überlegen, ob ich das mache. Aber wir alle wissen, dass es schwer wird, Spieler zu locken.“ Über den Jahreswechsel habe er mit einigen Spielern gesprochen, die früher mal das Greif-Trikot trugen und heute in anderen Klubs kicken. Abgeneigt zurückzukehren sei niemand. Auch Peter Jandt bestätigt, dass es durchaus Ex-Greifspieler gibt, die gern wieder für Torgelow auflaufen würden. Doch das Ganze brauche Zeit.

Fusionsgespräche mit dem BSV Forst Torgelow oder Vorwärts Drögeheide hätten nichts gebracht. Dass sich die Vereine gegen eine Zusammenarbeit mit Greif sperren, hat seine Ursachen in der Vergangenheit. Greif und Vorwärts hatten ja sogar schon mal „geheiratet“, die Ehe zerbrach.

Peter Jandt weiß um den Ärger, den es in den vergangenen Jahren gab. „Die Suppe müssen wir jetzt auslöffeln. Aber wir versuchen es eben nun allein“, sagt er. Den Grundstein der künftigen Greif-Reserve sollen junge Spieler bilden. „Wir haben eine starke Nachwuchsarbeit, viele Talente in der A- und B-Jugend“, sagt Jandt.

Wenn es Alexander Allert und Henry Petzel, der künftig ebenfalls für die Greif-Zweite zuständig ist, schaffen, soll die Reserve bereits in der kommenden Saison in den Spielbetrieb einsteigen. „Wir wollen aber nichts überstürzen, könnten auch noch ein Jahr länger warten“, sagt Peter Jandt.

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