Triathlon:

Verrückt: 60 Kilometer mit dem Rennrad zum Lauf ans Haff

Madlen Nehring hat sich mit ungewöhnlichen Methoden auf einen Triathlon vorbereitet.

Madlen Nehring hofft auf den dritten Sieg.
Thomas Krause Madlen Nehring hofft auf den dritten Sieg.

Sie bezeichnet sich als ambitionierte Hobbysportlerin, und aus diesem Grund will Madlen Nehring heute auch gewinnen. Beim 20. Lafit-Triathlon in Prälank geht die 37-Jährige vom SV Turbine Neubrandenburg zum dritten Mal an den Start, bei ihren beiden Auftritten in der kleinen Gemeinde bei Neustrelitz 2010 und 2011 war sie dort am Ende bereits ganz vorn.

Den Hattrick im Vorjahr verhinderte eine Verletzung, heute ab 16 Uhr soll deshalb Sieg Nummer 3 folgen. „Ich würde lügen, wenn ich nicht wieder gewinnen will. Aber ich weiß auch, dass es schwer wird. Die Konkurrenz in Prälank ist stärker geworden, das haben die Zeiten im vergangenen Jahr gezeigt. Außerdem weiß man, wer startet“, sagt sie. Anders als in den Vorjahren hat sich die Neubrandenburgerin, die als Architektin bei der Akost GmbH Fjord-Haus in Zirzow arbeitet, diesmal intensiv auf Prälank vorbereitet.Vor allem den Teildisziplinen Schwimmen und Laufen widmete sie in den vergangenen Wochen viele Trainingsstunden. Um Wettkampfhärte zu bekommen, fuhr sie beispielsweise zu Laufwettkämpfen in Mönkebude und Ueckermünde mit dem Rennrad. „Drei Stunde nachUeckermünde mit dem Rad und dann 10 Kilometer laufen, das war schon hart“, sagt sie. Aber es habe sie weitergebracht. Ein wenig Sorgen macht weiter das Wasser. „Als Schwimmen würde ich das aber nach wie vor nicht bezeichnen, es ist mehr ein Vorwärtskommen“, erzählt Madlen Nehring mit einem Schmunzeln.Ihre große Stärke ist das Radfahren – als Lizenzfahrerin, die an unzähligen Radrennen teilgenommen hat und unter anderem mehrmals Landesmeisterin im Zeitfahren war, keine Überraschung. Bei ihren zwei Siegen in Prälank fuhr Madlen Nehring stets die beste Zeit auf dem Rad. „Das ist eben meine Stärke.“Auf dem Rennrad wird man die Neubrandenburgerin allerdings nur noch beim Triathlon oder mal bei einem Einzelzeitfahren sehen. Bei großen Massenrennen will sie nicht mehr starten. Nach einigen schweren Stürzen und einer Operation im Frühjahr am Knie hat sie einen Schlussstrich gezogen: „Ich habe mittlerweile wirklich Angst, sehe auch keinen Sinn mehr, da mitzumachen“, sagt die Mutter eines fünfjährigen Sohnes. Ihr Chef, Svein Terje Foiland, konnte sie allerdings überreden, in dessen Heimatland Norwegen an einem Mountainbike-Rennen teilzunehmen. „Er hat gesagt, wenn ich unter die ersten 100 komme, spendiert er mir ein neues Rad. Ich wurde 91.“, erzählt Madlen Nehring und kann sich das Lachen nicht verkneifen. Den Fokus will die Hobbysportlerin in Zukunft jedoch auf den Dreikampf legen und hat dabei einen Traum. „Mit 40 würde ich gern mal einen Ironman machen.“Zunächst freut sie sich aber auf den dritten Start in Prälank: „Dieser Triathlon ist einfach schön, weil da wirklich nur Jedermänner starten und keine Profis. Und an der Strecke sind immer viele Zuschauer, was man ja bei Radrennen eher nicht hat.“

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