Radrennen :

Weltmeister Hill rast zum Streckenrekord

Beim zehnten Einzelzeitfahren in Hintersee gab es zwei neue Bestmarken. Die Schnellsten kamen aus Neubrandenburg.

Die schnellsten Zeitfahrer in Hintersee: Madlen Nehring vom SV Turbine Neubrandenburg und Jöran Hill vom PSV Neubrandenburg.
Thomas Krause Die schnellsten Zeitfahrer in Hintersee: Madlen Nehring vom SV Turbine Neubrandenburg und Jöran Hill vom PSV Neubrandenburg.

Schnellste Frau, schnellster Mann und dazu auch noch einen neuen Streckenrekord aufgestellt: Neubrandenburger Radsportler haben das zehnte Einzelzeitfahren in Hintersee dominiert.

Madlen Nehring vom SV Turbine Neubrandenburg war auf der 16,5 Kilometer langen Strecke zum sechsten Mal in Folge die Dame mit der besten Zeit: Bei 26:40,88 Minuten blieb diesmal die Uhr stehen. Die Zweitplatzierte Josefin Städter aus Dresden (27:56:09) hatte mehr als eine Minute Rückstand auf die Viertorestädterin, die sich gerade auf einen Triathlon vorbereitet.

Der Höhepunkt der zehnten Auflage war allerdings der Auftritt von Jöran Hill vom PSV Neubrandenburg: Der 51-Jährige, der sich im Vorjahr den Weltmeistertitel im Einzelzeitfahren in der Altersklasse Ü50 geholt hatte, verbesserte den Streckenrekord des Berliners Sascha Schneider aus dem Jahr 2013 auf 22:19,77 Minuten. Schneider hatte damals 22:29 Minuten für die Distanz benötigt. „Ich freue mich sehr über die Zeit, weil die Strecke hier wegen des Windes nicht so einfach ist“, sagte Hill.

Die Dominanz der Radsportler vom Tollensesee untermauerte Thomas Geyer vom HSV Neubrandenburg, der in starken 22:41,25 Minuten Gesamtzweiter wurde. Platz drei ging an Jens-Uwe Pfeiffer vom RV Berlin (22:58,29). Der Erfolg des PSV-Athleten ist umso höher zu bewerten, weil er am Vortag noch ein Einzelzeitrennen in der Lausitz bestritten hatte und dort über 17 Kilometer (22:24:52 Min.) in seiner Altersklasse gewonnen hatte.

„Die Beine waren schon etwas schwer, aber ich wollte unbedingt in Hintersee starten, weil ich hier vor Jahren mein erstes Zeitfahren absolviert hatte“, sagte Jöran Hill. Die Veranstaltung sei einfach schön und sehr familiär. „Das gefällt mir. Und das Startgeld kostet nur zehn Euro und dafür bekommt man auch noch ein Mittagessen. Das gibt es nirgendwo anders.“

Zufrieden blickte indes Cheforganisator Horst Sonnemann drein. Nicht nur, weil es bei der zehnten Auflage des Radrennens einen Teilnehmerrekord gab. Genau 106 Jugendliche, Frauen und Männer rollten über den Zielstrich. „Auch wenn es wegen der Auflagen, die immer strenger werden, nicht leicht ist, so eine Radsportveranstaltung zu organisieren, wird es im nächsten Jahr auf alle Fälle wieder ein Einzelzeitfahren geben“, kündigte er an.

Das Radteam von Blau-Weiß Hintersee um Sektionschef Henry Stegemann genoss sichtlich die Anerkennung der Teilnehmer für eine abermals gelungene Veranstaltung. Bewährt hat sich zudem die elektronische Zeitmessung, auf die der Verein erstmals zurückgriff. „Das macht für uns vieles leichter“, sagte Sonnemann.

Den meisten Applaus bekamen aber nicht die schnellsten Radfahrer, sondern Wilfried Otto vom SV Blau-Weiß Hintersee. Er meisterte die 16,5 Kilometer in 58:19,48 Minuten - und das im Rolli.

Alle Ergebnisse: www.herzog-sport.de

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